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Von Isegrim bis Omikron: das Jahr 2021 im Landkreis Landsberg

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Von: Ulrike Osman, Dieter Roettig, Susanne Greiner, Johannes Jais

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Lady-Herkomer-Steg Landsberg Winter 2021
Der Lady-Herkomer-Steg - von vielen heiß geliebt, inzwischen aber ort von Vandalismus - wurde im Juni offiziell eröffnet. © Markus Mueller-Hahl

Landkreis – Es ist seltsam: Vieles, was dieses Jahr passiert ist, verortet man im letzten Jahr. Der Wolfs-Besuch, die Verurteilung der Lechrain-Feuerteufel oder auch die Eröffnung des Lady-Herkomer-Stegs: alles Ereignisse aus 2021. Dass die Zeit nicht mehr fließt, sondern stillzustehen scheint, liegt wohl am zweiten Jahr mit dem Corona­virus, auch wenn neue Konzepte und Impfstoffe einen Unterschied zu 2020 machen. Müdigkeit hat sich breitgemacht – und die Zeit stockt. Um diese Suppe wieder etwas klarer zu machen, hier der Jahresrückblick des KREISBOTEN.

Isegrim hat das Jahr eingeläutet: Kurz vor dem Drei-Königs-Tag wurde ein Tier am Stoffers­berg auf der Autobahn überfahren. Dass es sich dabei um einen Wolf handelte, wurde erst im Februar nach ausführlicher Genom-Untersuchung bestätigt. Daraufhin regte sich Murren bei den Landwirten, die um ihre Herden fürchteten. Die Angst vor dem Wolf verschwand aber bald. Dafür tauchten die Feuerteufel wieder auf. Zwar brannten die Scheunen im Landkreis Landsberg und im Nachbarlandkreis Weilheim-Schongau schon 2020. Aber erst im Januar dieses Jahres fiel das Urteil über die beiden ‚Lechrain-Feuerteufel‘, die innerhalb weniger Monate mit Grillanzündern und Spiritus zwölfmal Feuer legten: Einer der beiden Mittzwanziger wanderte hinter Gitter. Der andere konnte sich mit einer Bewährungsstrafe vor dem Knast retten. Im Januar flackerte es dennoch in St. Ottilien: Die Hackschnitzellagerhalle des Klosters fing Feuer und brannte komplett aus. Offenbar keine Brandstiftung. Zumindest wurde die Ursache des Großbrandes nicht mehr weiter kommuniziert.

Inselbad und Intel

Mit der Kommunikation hatte insbesondere ein Landsberger Unternehmen Probleme: Die Stadtwerke rissen den Sprungturm im Inselbad ab – und machten das erst im Nachhinein publik, was einen Sturm der Empörung entfachte. Auch die Verwaltung des Lechstrandes wollte das Unternehmen in engen Kreisen beraten. Das ließen aber weder Stadtrat noch Lechstrand-Verein zu. Letztendlich wurde der Strand nach langen Verzögerungen, auch wegen des Hochwassers, erst im Juli eröffnet. Mit überdachter Wasseraufsicht, aber ohne Jugendliche: Die müssen weiterhin draußen bleiben. Dafür stellten die Stadtwerke eine Planung für den Neubau des Bades vor – und fielen damit im Stadtrat mit Sang und Klang durch. Auch mit ihrer Ablehnung einer ganzjährigen Gastronomie im Inselbad kam der Verwaltungsrat der Stadtwerke beim Stadtrat nicht durch – der sich für die durchgehende Bewirtung entschied. Das Gebäude auf dem Inselbad-Terrain muss weichen. Aber der Inselbad-Panther bleibt. Die laute Anregung eines Landsbergers, das Tier aus seinem ursprünglichen Gehege zu entfernen, stieß auf wenig Gegenliebe.Der Panther ist standhaft. Und dient weiterhin als Handtuchhalter und Bronzestreicheltier.

Zwei Firmen-Namen haben das Jahr geprägt: Intel und Steico. Während noch im März der damalige Verkehrsminister Andi Scheuer den Fliegerhorst in Penzing für die mögliche Ansiedlung des Deutschen Mobilitätszentrums erkundete, überlagerte ab Juni der Chipherstellerriese Intel aus den USA, auf Einladung des Freistaats, diese Pläne. Wie so eine Fabrik aussehen könnte? Nichts Genaues weiß man nicht, abgesehen von den nicht unerheblichen Größenvorstellungen des Intel-Chefs, der texanische Weiten vor Augen hat. Nachdem diese Ideen von Pat Gelsinger bekannt wurden, regte sich verstärkt Widerstand. Inzwischen hat sich Gelsinger nochmals gemeldet: Die Entscheidung über zukünftige Projekte in Europa werde wohl erst im kommenden Frühjahr gefällt werden, berichtet das Handelsblatt. Allerdings ist neben Penzing auch das „Silicon Saxony“ bei Dresden gut im Rennen. Auch Magdeburg mischt noch mit.

Die zweite Firma ist Steico. Der holzverarbeitende Betrieb wollte sich auf dem Staatsgut Stillern bei Penzing niederlassen – und stieß auf grünen und auch bürgerlichen Widerstand. Zu laut, zu dreckig, zu wenig Platz, zu viel vernichtete Landwirtschaftsfläche: Letztendlich planten die Kritiker gar ein Bürgerbegehren. Das blieb aber allen erspart: Kurz vor Weihnachten gab Steico bekannt, Stillern nicht besiedeln zu wollen – zum Leidwesen manch eines CSU-Politikers, der sich über angeblich zu frühe Bürgerproteste beschwerte, die Firmen abschreckten. Immerhin konnten sich Ende des Jahres die betreffenden Gemeinden darüber einigen, wie das Gelände des Fliegerhorstes in Zukunft am besten zu verwalten ist: im Zweckverband.

Das neue, viergeschossige Landratsamt am Penzinger Feld
Das neue, viergeschossige Landratsamt am Penzinger Feld soll einen großen, lärmgeschützten Innenhof (Abbildung) bekommen. © LRA LL

Ein ebenfalls nicht unumstrittenes Großprojekt des Landkreises ist der Landratsamts-Neubau auf dem Penzinger Feld: der Lechkiesel, auch wenn manch einer dem Gewinner des Realisie­rungswettbewerbs andere Spitznamen verpasste. Kritik gibt es wegen der Kosten von aktuell geplanten 80 Millionen Euro, die mit dazu beitragen, dass der Landkreis in kommenden Jahren die 100 Millionen-Schuldengrenze sprengen wird. Deshalb wollte CSU-Landrat Thomas Eichinger die Kreis­umlage um zwei Punkte erhöhen – scheiterte aber an dem Widerstand der Fraktionen, vor allem dem des ‚Kooperationspartners‘ SPD.

‚Nur‘ rund zehn Millionen Euro kostete hingegen ein Großbauprojekt der Stadt Landsberg, der Lady-Herkomer-Steg. Nach coronabedingten Verzögerungen konnte er im Juni mit Luftballons und Stelzern eingeweiht werden. Er bildet die Achse zum Wohnviertel Urbanes Leben am Papierbach, bei dem die Bauarbeiten auf Hochtouren laufen. Nach Namensänderungen – aus Schrem mit Nazivergangenheit wurde das Sternrad-Haus – konnten dort heuer die ersten Mieter einziehen. Davon kann der Landsberger Bahnhof in der Nachbarschaft nur träumen. Seit einem Jahr ist er geschlossen, kein Fahrkartenschalter, kein Café und auch keine öffentliche Toilette – weshalb die Busfahrer selbst für ihr stilles Örtchen sorgten und ein Dixie-Klo auf dem Gelände aufstellten.

Auch Landsberg plant große Bauprojekte. Schon im Februar fiel die Entscheidung für das Äußere der erweiterten Schlossbergschule – mit der Krone für die Stadt. Dafür soll die polygonale Satteldachlandschaft auf dem geplanten Anbau sorgen. Mit Freifläche samt Rundweg entstehe dort „ein Erholungsort mit wunderschönen Ausblicken auf die Stadt“, verspricht die Planerin. Der Entwurf wurde einstimmig gewählt und auch von der Schulleitung der Grundschule Ost befürwortet. Kritik gab es aber auch. In den Augen des ehemaligen Stadtheimatpflegers Werner Fees-Buchecker ist die Krone „ein sehr großer moderner Akzent“, der bestehende Blickbeziehungen störe.

Geplanter Neubau Schlossbergschule
Der geplante moderne Anbau der Schlossbergschule unterbreche Blickbeziehungen, ist der ehemalige Stadtheimatpfleger Werner Fees-Buchecker überzeugt. © Stadt LL

Eine Chance für neue Wohnformen will die Stadt im Bauge­biet am Wiesengrund schaffen. Eines der beiden Baufelder geht an eine Genossenschaft, die bezahlbaren Wohnraum inklusive gemeinschaftlich orientierter Wohnformen realisieren möchte – ähnlich einer WG, bieten den Bewohnern aber mehr Privatsphäre. Gemeinschaft soll auch außerhalb der Wohnungen gepflegt werden – zumindest wird es die Möglichkeit dazu geben. Zum Beispiel im Dachgarten, in einem Hofbereich und Freianlagen, die von allen Hausbewohnern genutzt werden können. Die Bebauung soll klimafreundlich und nachhaltig sein, die Energieversorgung CO2-neutral.

Nicht zuletzt wurde aber auch noch ein recht kleines Gebäude in Landsberg endlich aufgestellt: das Taubenhaus, das seit Juli am Westufer des Lechs auf seine Mieter wartet. Noch hat sich keine der 60 bis 80 Tauben des Landsberger Altstadtschwarms dort häuslich niedergelassen. Aber immerhin, Federn sind im Inneren gesichtet worden.

Vom Ammersee

Auf Nutzer wartete auch das Greifenberger Warmbad vergeblich. Eigentlich sollte das neue Gebäude mit Schwimmbecken schon im August eröffnet werden. So wie sich die Kosten unter anderem wegen Boden- und Lieferproblemen von 7,18 auf inzwischen 12,5 Millionen Euro erhöht haben, so hat sich aber auch die Zeitachse verschoben: Jetzt ist die Eröffnung für Mai 2022 geplant. Ganz auf ein Zuhause verzichten müssen die evangelischen Christen in Utting: Bei einem verheerenden Vollbrand verloren sie am 26. August ihre geliebte historische Christuskirche. Bis zum Wiederaufbau sind sie im Katholischen Pfarrheim als Ausweichquartier höchst willkommen: mustergültig gelebte Ökumene.

„Antisemiten sollen nicht länger mit Denkmälern geehrt werden“, sagte Charlotte Knobloch von der Israelitischen Kultusgemeinde und forderte von der Gemeinde Schondorf den umgehenden Abbau des Pfitzner-­Denkmals in den Seeanlagen. Seit 1999 erinnert es hier an den umstrittenen Komponisten und Nazi-Sympathisanten Hans Pfitzner, der ein paar Jahre in der Gemeinde gelebt hat. Rathaus und Gemeinderat haben darüber diskutiert, aber bisher noch ohne Ergebnis. Andere Denkmäler wurden ohne großes Beraten entfernt. Und was gab es für einen Aufschrei von Natur­freunden, als an der Dießener Mühlbach-Einmündung in den Ammersee zwei ortsbildprägende Weiden im Rahmen der Seeanlagen-Sanierung gefällt werden mussten. Das Okay kam von der Naturschutzbehörde, weil sie nicht mehr gesund waren. Beim Bau der neuen Rialto-Brücke droht der zu nah stehenden Eiche nun das gleiche Schicksal.

Ammerseeufer Dießen mit Weide
Da stand zumindest noch eine der beiden Weiden in Dießen am Ammerseeufer. Später musste auch diese weichen. © Roettig

Einiges lief im Lechrain, anderes stockte massiv. So ist der Kauferinger Bahnhof immer noch nicht barrierefrei, geschweige denn, dass die Umbauarbeiten bereits begonnen hätten. Inzwischen wird aber geplant. Der Baubeginn wird von der Deutschen Bahn für 2023 anvisiert – mal sehen, ob die DB das schafft. Dagegen freute sich Denklingen über sein neues Bürger- und Vereinszentrum, das BVZ, das Mitte November öffnete. Allerdings kritisierte mancher die Kosten von zwölf Millionen Euro, zu denen noch der Grundstückserwerb kommt. Auch Vereine finden dort ein neues Zuhause. Die letzte Brandschutztür zieht aber erst im Neuen Jahr ein. Sie wurde nicht rechtzeitig geliefert. Nach der Feier mit knapp 200 geladenen und getesteten Gästen können im großen Bürgersaal allerdings wegen Corona vorerst keine weiteren Veranstaltungen ausgerichtet werden – abgesehen von der letzten Kreistagssitzung.

Fuchstal feierte indessen einen Topf: den Wärmetopf mit 20 Metern Durchmesser und einem Fassungsvermögen von 5.000 Kubikmetern. Zum Gesamtprojekt gehören drei große Batteriespeicher, die außerhalb des Betriebsgebäudes aufgestellt werden. Nicht gefeiert werden kann hingegen die Reaktivierung der Fuchstalbahn. Zwar stellte Verkehrsexperte Andreas Holzhey sein Aktivierungs-Eckpunktepapier mehrmals vor. Der Straßenverkehr könnte entlastet werden, die Bahntrasse ist in gutem Zustand, die Fahrt von Landsberg nach Schongau würde nur eine halbe Stunde betragen. Was es kosten würde, ist aber ungewiss. Denn für die Mitfinanzierung des Bundes müssen gewisse Kriterien erfüllt sein: Unter anderem müssen alle Anliegerkommunen dem Projekt zustimmen. Einige haben sich aber bereits von der Fuchstalbahn distanziert.

Corona und die Gs

Und schließlich noch Corona: Nach dem Abebben der dritten Welle, die aber noch den Fasching gecancelt hatte, zündeten die Impfstoffe erste Hoffnungsfunken. Das Impfzentrum öffnete seine Pforten auf dem Fliegerhorst in Penzing und nach und nach arbeitete sich der Landkreis durch die Priorisierungen – wobei auch der ein oder andere Nichtpriorisierte durchrutschte. Der versprochene Impfturbo sollte aber über das ganze Jahr eine Fehlzündung bleiben: Erst mangelnde es am Stoff, später an Stoffempfängern.

Des Bayerns fast liebstes Kind, der Biergarten, wurde wiedergeboren: Im Mai beehrte Wirtschaftsminister Aiwanger, damals noch ohne Kritik ungeimpft, Kaufering zum Biergarten-Fassanstich und genoss mit DEHOGA-Präsidentin Angela Inselkammer das kühle Nass samt Brezen zur Eröffnung.

Um den Handel wieder anzukurbeln, wurde über Tübinger oder Potsdamer Modelle diskutiert, die mit der damals noch innovativen Schnelltestung vor dem Einkaufsbummel dem Handel wieder auf die Beine helfen wollten. Wer konnte da schon ahnen, dass weitaus kompliziertere Lösungen mit drei, zwei oder sogar einem G gegen Ende des Jahres folgen sollten ... Diskutiert wurde auch über Lüftungsanlagen für die Schulen. Der Staat bot unter kaum realisierbaren Bedingungen Hilfe an, weshalb bis heute in vielen Schulen keine der tatsächlich sinnvollen Anlagen verbaut sind.

Zum Frühlingsbeginn sanken die Zahlen und die Veranstalter atmeten auf. Mit Hilfe des Bundes startete der Kultursommer Landsberg mit Open-Air-Veranstaltungen im ganzen Landkreis. In der Alten Wache zeigten „Holzwege“, wohin Kunst führen kann, Musiker, und Kabarettisten traten auf dem Schlüsselanger oder am Sandauer Tor auf, mehr oder weniger gut von regenresistentem Publikum besucht. Einiges fiel leider komplett ins Wasser. Die Kinos öffneten wieder – mit Abstand und vielen zugeklappten Sitzen. Ein Kino musste hingegen aufgeben: Wolf Gaudlitz Cinemamobile, mit dem der Münchener mehrere Open-Air-Abende gestaltete, brannte an einem Feldrand komplett aus. Im Juni machte schließlich auch das Stadt­theater wieder auf. Der Landsberger Konstantin Moreth nutzte die Gunst der Stunde und begeisterte mit „Sarajevo – die Toten leben noch“, das er dreimal hatte verschieben müssen. Und die landsberger bühne konnte fast alle ihrer Aufführungen trotz weiterhin miesem Wetter im Theatergarten durchziehen.

Landsberger Kultursommer Schlüsselanger 2021
Der Landsberger Kultursommer 2021 setzte ein Zeichen für Kultur trotz Corona – und musste gegen viel Regen ankämpfen. © Greiner

In Dießen sollte die Kultur eigentlich ein ganz spezielles Zuhause bekommen: Die Mitglieder der Freien Kunstanstalt wollte die verfallenen Huber-­Häuser in ein Kunst- und Kultur­zentrum verwandeln und sich auch um die Renovierung der Bauten kümmern. Dass die Häuser aber ein Erbfall mit Tücken sind, bekamen die engagierten Künstler schnell zu spüren. Nachdem sie höchstrichterlich der Marktgemeinde zugesprochen wurden, wird das kontaminierte Gelände derzeit beprobt. Erst danach kann über die Zukunft entschieden werden: Erstellung eines Sanierungs- und Nutzungskonzeptes, Verkauf an einen Investor oder eine Verpachtung – wie beispielsweise an die Freie Kunstanstalt.

Mit dem Sommer ging die Transall: Im August brummelte der Engel der Lüfte zum letzten Mal in orangener Retro-Sonderlackierung über den ganzen Landkreis, bevor der Flugzeugtyp endgültig in Rente ging. Im Herbst lockte der autofreie Sonntag, fand aber kaum Beachtung. Denn die Bevölkerung musste sich mit dem vierten Buchstaben des griechischen Alphabets vertraut machen. Delta ließ die Infektionszahlen steigen. Wer ungeimpft in Geschäfte wollte, musste sich vorher testen lassen. Auch die Geimpften holte die Testpflicht bei Veranstaltungen ein – wenn die denn noch stattfanden: die Bedingungen machten es vielen Veranstaltern unmöglich, ihre Pläne umzusetzen, ohne bankrott zu gehen. Das Stadttheater machte im Dezember wieder dicht. Andere Veranstalter schlagen sich weiterhin durch, um den Künstlern wenigstens noch ab und zu Öffentlichkeit geben zu können. Allerdings meist zum Selbstkostenpreis: Geld verdienen in der Kulturbranche ist nahezu unmöglich.

Auch die Gastronomie kämpfte gegen Ende des Jahres wieder verstärkt mit den steigenden Zahlen. Holten die wenigen Sommertage wenigstens die Gäste wieder an die Tische im Freien, gingen mit steigender Inzidenz und schärferen Regeln die Gastzahlen wieder rapide zurück. Zwar verlängerte die Stadt die Außengastro bis Ende des Jahres. Aber auch mit Fell und Decke nutzte das kaum ein Gast. Denn ohne Heizstrahler – die hatte der Stadtrat weiterhin untersagt – war es den meisten im Freien zu frisch. Auch die Kultdisco Sommerkeller musste ihre lang erwartete Eröffnung verschieben: Weil exakt zum geplanten Termin Ende November die ersten Einschränkungen griffen, wurde auch dieses Ereignis in eine ungewisse Zukunft verschoben.

Mit Weihnachten kam dann der 15. Buchstabe des griechischen Alphabets: Omikron, hochansteckend, hochmutiert, Impfstoff-durchbrechend, vielleicht mit leichterem Verlauf, diese Hoffnung besteht. Inzwischen kommen zum Glück weitere Corona-Medikamente auf den Markt. Und auch der erste Proteinimpfstoff, gerne nicht ganz korrekt als „Totimpfstoff“ bezeichnet, ist zugelassen. Das lässt hoffen. Denn vielleicht sagt ja manch ein bisheriger Impfskeptiker jetzt doch noch Ja zum notwendigen Pieks.

Der KREISBOTE Landsberg wünscht all seinen Lesern einen Guten Rutsch und einen hoffentlich beschwingten Start ins Neue Jahr.

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