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Von Schondorf auf die ISS

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Von: Dieter Roettig

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Astronaut Matthias Maurer hatten zwei Klassen der Schondorfer WKR-Realschule.
Aufregende acht Minuten Live-Kontakt mit der ISS-Raumstation und Astronaut Matthias Maurer hatten zwei Klassen der Schondorfer WKR-Realschule. © Dieter Roettig

Schondorf – Matthias Maurer ist Astronaut geworden, „weil ich hier Wissenschaft und Abenteuer optimal verbinden kann.“ Das verriet er live dem Schondorfer Realschüler Louis Karl, während er auf der Raumstation ISS in 400 Kilometern Höhe mit einer Geschwindigkeit von 28.000 Stundenkilometern den Funkbereich über Europa durchquerte.

Die Schüler der Technik-Klassen 9a und 9c der Wolfgang-Kubelka-Realschule hatten für die wohl aufregendste Fragerunde ihres Lebens nur acht Minuten Zeit, dann verließ die ISS den Empfangsbereich in Richtung Russland. Eingefädelt hatte den ‚Cosmic Call‘ Konrektorin Uschi Meisinger-Schmidt, deren Schwester Berti Meisinger als „Mission Director“ in der European Space Agency ESA in Oberpfaffenhofen tätig ist. Per Videokonferenz waren die Klassen mit der ESA sowie der Bodenstation in Mailand verbunden, die über eine spezielle Radiofunkfrequenz den Kontakt mit der ISS aufnahm.

Die Fragen an Maurer (51), dem zwölften Deutschen im Weltall und dem vierten auf der ISS, hatten die Schüler im Unterricht vorbereitet – zum Beispiel, wie lange der Flug mit der SpaceX zur ISS gedauert hat: 22 Stunden, bis man an der fußballfeldgroßen ISS andockte. Insgesamt sechs Monate wird Maurer im All leben und arbeiten. An mehr als hundertfünfzig wissenschaftlichen Experimenten wird er teilnehmen, wovon 36 in Deutschland entwickelt wurden. Auch ein gefährlicher Außeneinsatz wird dabei sein, als „Weltraumspaziergang“ verharmlost.

Verblüffend die Antwort, wie das Schlafen auf der ISS funktioniert: Maurer schläft freischwebend diagonal in seiner Kabine, während die Kollegen festgeschnallt an der Wand schlafen.

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