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Wenn der Spezialist für Textilpflege Luftreiniger baut

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Von: Werner Lauff

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Christopher Veit - Luftreiniger - Veit GmbH Landsberg
Geschäftsführer Christopher Veit: „Uns lag am Herzen, dass der Präsenzunterricht bei uns wieder stattfinden kann“. Und dafür sorgt unter anderem der Luftreiniger des Landsberger Unternehmens. © Veit GmbH

Landsberg – Die Veit GmbH stellt seit über einem Jahr Luftreiniger her, die nahezu 100 Prozent der Coronaviren eliminieren. Unter anderem stattete das Unternehmen jetzt alle Landsberger Grundschulen damit aus. KREISBOTE-Autor Werner Lauff fragte Geschäftsführer Christopher Veit (41) nach den Gründen.

Herr Veit, eigentlich ist Ihr Geschäft die Herstellung von Maschinen zur Erstformgebung von Bekleidung.

Veit: „So ist es. Und damit gehört ,Luft bewegen‘ zu unserer Kernkompetenz! Vor über einem Jahr erhielten wir eine Anfrage aus Rumänien, ob wir nicht in deutscher Qualitätsarbeit Luftreiniger für Krankenhäuser bauen könnten. Das traf sich mit unserer Absicht, in der Corona-Krise zu helfen. Inzwischen sind in mehreren Ländern 2.000 unserer Geräte im Einsatz.“

Dass Sie jetzt auch die Landsberger Grundschulen mit Luftreinigern ausgestattet haben, lag an einem besonders günstigen Angebot, sagt man.

Veit: „Uns lag am Herzen, dass der Präsenzunterricht bei uns wieder stattfinden kann. Er hat absolute Priorität. Wenn wir die Schülerinnen und Schüler nochmal lange aus dem sozialen Gefüge herausnehmen, das die Schule vermittelt, dann bekommen wir lauter junge Menschen, die ,Zocken und Pennen‘ als ihre Hobbys angeben; soweit sind wir in Einzelfällen schon.“

Für die Eltern tun Sie damit auch etwas Gutes...

Veit: „Ja, damit endet auch die Doppelbelastung, die aus der Arbeit und Kinderbetreuung entsteht. Viele Eltern waren kurz vor dem Burnout. Noch so ein Jahr muss nicht sein. Das hat übrigens auch unsere Mitarbeiter motiviert, besonders intensiv und auch mit Überstunden an der Entwicklung der Luftreiniger mitzuwirken. Sie tun damit nicht nur etwas für das Unternehmen, sondern auch etwas für sich und ihre Kinder.“

Nicht jede Kommune hat das so gut hinbekommen wie Landsberg.

Veit: „Das war das Verdienst der Verwaltung, die hier wirklich sehr effektiv und engagiert gearbeitet hat, Kompliment! Und der Stadtrat hat nach der Veröffentlichung der neuen Förderrichtlinie nicht lange gezögert, noch vor den Ferien den Beschluss zu fassen, obwohl man dort nicht sicher war, ob denn die Luftreiniger so wirken, wie die Staatsregierung, die sie ja bezuschusst, und die Experten glauben.“

Und, wirken sie tatsächlich so wie erhofft?

Veit: „Absolut. Manche glauben ja, lüften reiche doch vollkommen. Aber viele Klassenräume sind notorisch unterbelüftet. Außerdem wird es dann im Winter zu kalt. Mit den Luftreinigern kann man das Lüften sogar reduzieren und hat trotzdem eine hohe Luftreinigung. Dazu gibt es auch qualifizierte Gutachten. Ein Institut hat für uns dem Coronavirus vergleichbare Prüfkeime in der Luft verbreitet. Nachdem die Luft im Luftreiniger mit UV-C-Licht in Kontakt kam, konnten in der ausgeblasenen Luft keine Keime mehr festgestellt werden. Im Gutachten heißt es am Ende: ,Die vorliegenden Ergebnisse lassen eine ähnliche Wirksamkeit gegen andere Viren, mindestens behüllte Viren inklusive Coronaviren, erwarten‘.“

Wobei wir uns nicht wünschen, dass Corona in Klassenräume kommt.

Veit: „Klar, aber wir haben damit einen deutlichen Beitrag zur Vorsorge geleistet. Ansteckung kann es trotzdem geben, etwa durch Tröpfcheninfektion. Deswegen sind wir auch dafür, dass die Kinder die Masken nutzen. Aber wenigstens die Aerosole haben wir damit weitestgehend im Griff.“

Wird Veit jetzt, salopp formuliert, überall „Luftretter“?

Veit: „Wir sind zumindest gerne bereit, die Kommunen zu beraten, ganz besonders in unserer Region. Ob wir uns dann an den Ausschreibungen beteiligen, ist eine andere Frage. Kürzlich hat uns ein dickes Unterlagenpaket aus Augsburg erreicht. Da werden Anforderungen an Expertise und Referenzen gestellt, die nur Großunternehmen erfüllen können. Da hat man den Mittel­stand mal wieder beiseite geschoben.“

Herr Veit, wir danken für das Gespräch!

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