1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landsberg

Bald 200 KiTa-Plätze im Fuchstal

Erstellt:

Von: Johannes Jais

Kommentare

Kita Fuchstal - Anbau - Animation
Zwei Stockwerke, viel Holz an der Fassade, große Fenster, Flachdach: So soll der Erweiterungsbau bei der Fuchstaler Kindertagesstätte aussehen. 7,5 Millionen Euro soll das Vorhaben kosten und nächstes oder übernächstes Jahr realisiert werden. © Architekturbüro Barbist

Fuchstal – Mit einem großen Anbau an die bestehende Kindertagesstätte in Fuchstal will man der Nachfrage an Betreuungsplätzen und zugleich der Raumnot im bestehenden Gebäude begegnen. Zu den 140 Plätzen kommen im neuen Haus, das 2023 oder 2024 rea­lisiert wird, weitere 74 hinzu. Dann sind es im Fuchstal über 200 Plätze in Regel- und Krippengruppen. Organisatorisch werden es künftig zwei Kindergärten mit jeweils eigenen Leiterinnen sein. 

Doch nicht nur die Größe der Einrichtung in der 4.100 Einwohner zählenden Gemeinde erreicht damit Dimensionen, die für einen Kindergarten selbst in Städten bislang kaum bekannt sind. Es sind auch die Kosten: 7,5 Millionen Euro wird die Gemeinde allein für den Anbau aufbringen müssen, so Bürgermeister Erwin Karg auf Nachfrage des KREISBOTEN. Das sei den stark gestiegenen Preisen im Bausektor geschuldet. Und habe auch damit zu tun, dass neben den Räumen für zusätzliche vier Gruppen mehrere funktionelle Bereiche wie die Küche, Zimmer für die Leitung und Besprechung sowie Lagerplätze berücksichtigt werden.

Bei der Präsentation der aktuellen Pläne im Gemeinderat waren auch Vera Schmid und Daniela Kieselbach von der Kindergartenleitung dabei. Sie waren bereits in die bisherigen Planungen für die Vergrößerung der Tagesstätte eingebunden.

Zweistöckig

Alexander Guggemos vom Büro Barbist (Lechaschau und Innsbruck) stellte den Entwurf vor. Nördlich der bestehenden Kindertagesstätte zwischen den Ortschaften Leeder und Asch wird ein neues Gebäude errichtet, das gut 20 Meter breit ist und zwei Stockwerke aufweist. Unten sind zwei Krippen mit Schlafräumen und Nebenzimmern vorgesehen; auf der anderen Seite (nach Osten hin) befinden sich das Büro der Kindergartenleiterin und ein Besprechungszimmer.

Im Obergeschoss befinden sich zwei Regelgruppen für drei- bis sechsjährige Buben und Mädchen. Die Räume werden – genauso wie unten in der Krippe – nach Südwesten ausgerichtet. Hinzu kommen Räume zum Gestalten, Werken und Bewegen sowie ein Snoezelenzimmer zum Entspannen. In der Mitte des großen Anbaues ist viel Platz, der für verschiedene Aktivitäten genutzt werden kann. Eventuell könnten dort mal weitere Gruppen untergebracht werden, blickte Architekt Guggemos voraus.

Der Planer betonte, dass während der Bauzeit der Betrieb im bisherigen, Mitte der 60er Jahre erbauten und mehrfach vergrößerten Kindergarten weiterhin ohne große Einschränkungen möglich sei. Zwischen Bestand und Neubau entsteht beim Eingang ein flaches Zwischengebäude, in dem Küche und Essbereich platziert werden.

Im Gemeinderat gab es mehrere Nachfragen – unter anderem zum vorgesehenen Flachdach, Beschlüsse aber keine. Als nächstes werden die Fachplaner für die einzelnen Gewerke wie Elektro oder Heizung/Sanitär/Lüftung beauftragt. Danach wird die fortgeschrittene Planung behandelt.

Auch interessant

Kommentare