Keine Privatsache

Josef Ametsbichler: Das Salz in der Suppe sein; Bayern 20. März

Hat bei den katholischen Mitgliedern des Diözesanrates des Bistums München-Freising die Alarmglocke noch nicht geklingelt? Sie träumen von einem Europa, das in der Tat auf dem Sterbebett liegt. Die fortschreitende Vergreisung unserer Gesellschaft und Europas im Allgemeinen ist nicht zu übersehen. Europas Zukunft liegt aber nur in geborenen Kindern und nicht in Ungeborenen, die straffrei in die Mülltonne geworfen werden. Zu viele Katholiken haben scheinbar noch nicht verstanden, dass Abtreibung keine private Sache ist. Eine Privatsache ist die Auswahl eines Automodells, aber weil nur Kinder die Existenz jedes Gemeinwesens sichern, ist Abtreibung absolut keine private Angelegenheit. Eine Gesellschaft hat nur Bestand, wenn es Nachkommen hat, und nicht wenn nur das Bruttoinlandsprodukt steigt. Es war immer so und es wird immer so sein. Die Vertreter des Diözesanrates sollten den Psalm 127 beherzigen: „Kinder sind eine Gabe des Herrn, die Frucht des Leibes ist sein Geschenk. Wie Pfeile in der Hand des Kriegers. Wohl dem Mann, der mit ihnen den Köcher gefüllt hat! Beim Rechtsstreit mit ihren Feinden scheitern sie nicht. Demnach wäre Salz in der Suppe, gegen den Strom zu schwimmen: Verbot von Abtreibungen und eine gezielte Familienunterstützung zu verlangen, in der die Kinder nicht vom Staat durch flächendeckende Kitas betreut werden, sondern von ihren leiblichen Eltern großgezogen werden. Gezielte Familienunterstützung bedeutet dann: Eltern, vor allem Müttern, ohne finanzielle Einbuße, unserem Land und Europa eine Zukunft zu geben. Der türkische Präsident Erdogan hat eine klare Vision für das zukünftige Europa. Er hat prägnant seine Landsleute im Ausland aufgefordert: Macht fünf Kinder, jedes Paar, denn ihr seid die Zukunft Europas! Hat die europäische Politik auf Erdogans Kampfansage eine Lösung? Im Jahre 1683 wurde Wien von den Türken belagert. Der Retter Wiens damals war ein Kapuziner Mönch, Marco d’Aviano. Heute, 2017, wird Europa immer mehr von Moslems umgeben und alle europäischen Regierungen, mit der Zustimmung vieler katholischer Politiker, haben seit Langem nein zum Leben gesagt. Ach Europa! Bist du noch zu retten? Mit den heutigen sinkenden Geburtenzahlen nicht! Wie wird das zukünftige Europa aussehen? Wird der katholische Herr Alois Glück mit seiner Gesinnung zu „Donum vietae“, „Pro Familia“ & Co wohl überhaupt noch aufwachen, bevor Europa vom Islam unblutig eingenommen wird? 

Paolo Slongo Kirchheim

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