Leserbriefe

Einen großen Bogen um eine Kuhherde machen

Dominik Göttler: Regelnfür die Weide- Wanderung; Bayern 13. März

Als erfahrener Hundeführer möchte ich einige Erlebnisse mit Hund und Rindern schildern: Im Zuge einer Vermisstensuche hatte ich vor Jahrzehnten als Polizei-Hundeführer eine eingezäunte große Heide zu überqueren, um in den gegenüberliegenden Wald zu gelangen. Ich nahm meinen Schäferhund an die Leine und machte mich auf den Weg. Die Kühe waren verstreut auf der Weide. Plötzlich waren wir von einer größeren Anzahl von Kühen eng umzingelt. Wir waren in Lebensgefahr. Gott sei Dank hatte ich schon als Kind Kühe gehütet und somit einige Erfahrungen mit Rindern. Ich schrie laut und drohend und fuchtelte mit den Armen. Dass ich eine geladene Pistole dabei hatte, ist mir erst später bewusst geworden, sonst hätte ich auch Warnschüsse in die Luft abgegeben. Ich nahm Hero von der Leine und fuchtelte nun damit. so konnte ich schließlich die Tiere vertreiben. Hätte ich Angst gezeigt und gar versucht davonzulaufen, wäre es für uns geschehen gewesen. Auf meinen Hund habe ich nicht achten können. Als alles vorbei war, stellte ich fest, dass sich dieser außer Reichweite der wilden Kühe geflüchtet hatte. In der Folgezeit habe ich meinen Hund außer Sichtweite der Kühe abgelegt, habe alleine die Weide überquert und dann meinem Hund gepfiffen. Ein anderes Mal war ich mit meinem angeleinten Schäferhund King in Südtirol auf einem ganz schmalen Pfad auf dem oberen Rand einer steil abfallenden Weide mit Jungrindern. Plötzlich stürmten diese Tiere bergauf auf uns los und ich musste die Beine in die Hand nehmen. Zum GIück war diese Weide durch einen zwar einfachen, aber wahrscheinlich elektrisch geladenen Weidezaun eingezäunt. Wieder einmal war ich mit King auf einem ganz schmalen Pfad auf einer Alm unterwegs. Kühe waren nicht zu sehen. King lief voraus und war kurz außer Sicht. Als ich um die Kurve kam, standen King und eine Kuh Schnauze an Schnauze auf dem schmalen Pfad. Das Gelände neben diesem Pfad ging auf einer Seite steil bergab und auf der anderen genauso steil bergan. Plötzlich machte der Hund einen Salto rückwärts. Die Kuh hatte ihn mit der Schnauze zurück geschleudert. Heute bin ich davon überzeugt, dass es die Rindviecher nur auf den Hund abgegeben hatten, denn in manchen dieser Tiere steckt noch die Urangst vor dem Wolf.

Ich rate jedem Hundeführer mit angeleintem Hund einen großen Bogen um eine Kuhherde zu machen. Es sei denn, der Hund kann außer Sicht der Kühe zuverlässig abgelegt und dann gerufen oder gepfiffen werden. Den Landwirten ist mit so einer Kuhattacke kein Vorwurf zu machen. Wenn es Ihnen der Sache dienlich erscheint, können Sie meinen Beitrag auf Ihre leise verwenden und somit den betroffenen Landwirten helfen.

Sebastian Heigl

Bad Tölz

Es ist traurig, dass man als Bauer den Kopf hinhalten soll, für so blöde Leute, die unterwegs sind! Klar, wo Bergschafe weiden, muss der Hund an der Leine sein, weil er jagen will. Aber man soll halt richtig denken können oder? Als frühere Sennerin, möchte ich zu dem heutigen „Beitrag“ hinzufügen, aus Erfahrung, es wäre auf Almweiden besser, sobald sich ein Rind den Leuten nähert den Hund unbedingt loszulassen! Sowie möglichst wenig rote Bekleidung nach außen tragen, da sind manche Tiere auch sensibel und verfolgen denjenigen! Es ist ein Jammer, dass manche Leute einfach den Verstand nicht haben, aber doch meinen sie könnten die Narrenfreiheit genießen in den Bergen. Das Steine abrollen lassen ist auch so eine Sache, es ist lustig für Kinder, aber Eltern mit Hirn lassen sowas halt nicht zu! Es kann und darf nicht sein, dass die anderen sich im Recht wiegen dürfen.

Agnes Auer

Hausham

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