„amm“ statt „äää“

Dirk Walter: „Die Denglisch-Plage“; Bayern 17. April

„Sie prangern lobenswerterweise Missstände im Gebrauch der deutschen Sprache an. Wer aber kümmert sich um das gute alte ,ä‘? Wer aufmerksam Rundfunk und Fernsehen verfolgt wird teglich feststellen können, dass es von Presidenten, Bewehrungsproben, Langschlefern, Spetaufstehern, Trenern, Pedagogen, Feerness, Alpentelern, Abwrackpremien, Blehungen und sonstigem Keese nur so wimmelt. Die Lottozahlen werden ohne Gewehr übermittelt. Der berühmte Bruno war ein Problembeer, der von Jegern mir nix dir nix erschossen wurde. Selbst das gute alte Pausen-,äää‘, das Herr Stoiber so virtuos beherrschte, ist einem ,amm‘ gewichen. Stendig wird über die Überfrachtung mit Anglizismen geklagt, aber den Erhalt der deutschen Sprache und seiner Eigentümlichkeiten kümmert nicht einmal die Rundfunkrete, wie sonst konnte ein Herr Delling als möglicher Nachfolger von Ulrich Wickert ins Gesprech gebracht werden? Nachdem anlesslich der Rechtschreibreform aus der Gemse eine Gämse wurde, könnte sich der Verein Deutsche Sprache auch mal darum bemühen, dass ,Gämse‘ nicht nur so geschrieben wird, wenn es nicht zu speet dafür ist!“

 Gerhard Winkler Otterfing

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