Bäuerliche Strukturen werden zerstört

Claudia Möllers: Milchbauern sollen auf die Bremse treten; Bayern 16. März

In dem Bericht über den Milchbauerntag am Reutberg, wird deutlich, dass die Bauernverbandspolitik nicht funktionieren wird. Diese Agrarpolitik spricht immer vom freien Markt, fordert aber staatliche Unterstützung für die Bauern und für die Märkte. Damit geraten die Bauern immer noch mehr in Abhängigkeit. Frau Brendl-Fischer (CSU) die diese Politik vorbrachte, hatte einen schweren Stand und wurde mehrfach ausgepfiffen. Die ausgezeichnete Rede von Johannes Pfaller (BDM), der staatliche Regeln für eine Mengenbegrenzung gegen Entschädigung fordert, begleitete sie mit Kopfschütteln. Das Buchgeschenk „Der kritische Agrarbericht 2015“ und „Tödliche Ernte“ von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) lehnte Sie mit einem Gesichtsausdruck ab, als müsse sie eine Kröte verschlucken. Die Politik verfolgt seit Jahren folgenden Weg: Aus Übersee werden massenweise Futtermittel eingeführt. Damit werden dort die bäuerlichen Strukturen zerstört. Aktiengesellschaften und Großbauern können mehr Pacht zahlen und verdienen dabei Millionen. 30 Millionen Hektar Regenwald werden jährlich unwiederbringlich vernichtet. Auch dabei werden Millionen verdient. Durch die Einfuhr werden Milchmassen erzeugt, die nicht absetzbar sind. Sie werden zu Dumpingpreisen in die 3. Welt verhökert, damit wird auch dort die Existenz der Kleinbauern zerstört. Wir brauchen uns nicht wundern, denn damit werden noch mehr Menschen in die Flucht getrieben. Wir brauchen eine Steuerung des Milchmarktes, wie es der BDM vorschlägt, oder das kanadische Modell (seit 50 Jahren erprobt). Bauern haben dort ein gesichertes Einkommen und der Verbraucher zahlt für Milchprodukte keinen Cent mehr als bei uns. Durch die bisherige Politik sind in der EU bereits über 85% der Landwirtschaftlichen Nutzfläche (LN) in der Hand der Globalplayer. Durch TTIP und CETA werden daraus bald 95% und mehr werden. Was ist an dieser abscheulichen Politik christlich, sozial und demokratisch.

Walther Mauk Eurasburg

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