Gründe für den Milchpreisverfall

Bauern machen Druck; Bayern 27. Mai, Claudia Möllers: Milchmenge muss runter; Kommentar 18. Mai

Über die wahren Gründe des Milchpreisverfalls hört man nichts und liest man nichts. Früher hatten die Bauern zwischen 20 und 50 Kühe und hatten ihr Auskommen. Dann wurde von oben ständig gepredigt: Wachsen oder weichen! Damit der Staat und die Industrie mit Stallbau und großen Maschinen ihren Reibach machen können. Viele sind dem Größenwahn verfallen und bauten Ställe mit 100 bis über 500 Milchkühen. In Maasdorf steht ein Hochhaus, wo auf sechs Etagen 500 Mutterschweine in Käfigen gehalten werden. Braucht man das, um leben zu können? Wer genehmigt so einen Irrsinn? Für mich ist das krankhaft. Auf bayerisch nennt man das ,,Ruachsucht“. Die Großökonomen, die übrigbleiben, können sich selbst auf die Schulter klopfen, dass sie ihre Nachbarn wegrationalisiert haben und sich selbst langsam aber sicher zum Sklaven machen. Denn die, die übrigbleiben, haben politisch kein Gewicht mehr. Der Landwirt verschwindet aus Gemeinderat und politischen Gremien. Vielleicht setzt sich mal die Logik durch, dass man nicht immer prozentual kürzt, sondern mit Obergrenzen.

 Martin Loidl noch Landwirt

Buch Die Milchmenge dauerhaft zu senken bedeutet, Kühe abzuschaffen, die anders als Schweine nicht in kurzer Frist wieder aufzustellen sind. Und der Appell an den Verbraucher, bei Milch nicht nur zur Billigware zu greifen, heißt noch keineswegs dass mehr Geld beim Bauern ankommt.

Eberhard Koenig Baiern

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