Bayerns Abhängigkeit

Christian Deutschländer: „CSU-Mann träumt von Abspaltung“; Bayern 5. November

Es ist erfreulich, dass es Bürger gibt, die ein fundiertes Wissen der bayerischen Geschichte auch über die letzten 150 Jahre besitzen, wie der CSU-Abgeordnete und Jurist Steffen Vogel, denn nur dann kann man die Nachteile Bayerns durch die deutsche Politik kennen. Ich möchte nun kurz die gravierenden Nachteile Revue passieren lassen: Nach dem 66er Krieg musste Bayern 30 Millionen Gulden zahlen und ein Militärbündnis mit Preußen eingehen und zudem die bayerische Armee nach preußischen Muster auf eigene Kosten aufrüsten und am 70er Krieg gegen Frankreich teilnehmen. Der Affront, den deutschen Kaiser in Versailles auszurufen, führte letztendlich zum Ersten Weltkrieg. Prinz Otto, der Bruder des Königs, äußert sich erschüttert darüber: „Alles so kalt, großtuerisch, herzlos und leer.“ 1871 Eintritt ins Deutsche Reich, etliche Rechte Bayerns gingen damit verloren. 1920 Verlust der Bayerischen Post und Eisenbahn. Laut Vertrag sollte das Reich an Bayern 1,2 Milliarden zahlen, wurde aber bis heute nicht bezahlt. Die Weimarer Republik und das Dritte Reich brachte auch Bayern den Ruin. 1949 Eintritt in die BRD auf Druck der Amerikaner, doch das Grundgesetz wurde mit großer Mehrheit abgelehnt und letztlich der Finanzausgleich in mittlerweile über fünf Milliarden an das so reiche Deutschland! Und nun die endlose Flüchtlingskatastrophe, die Bayern besonders hart trifft. Die Zukunft sieht düster aus. Daher ist ein Austritt aus der Bindestrichföderation daraus eine realistische Option, um den bayerischen Staat zu retten, um die Souveränität zu genießen wie Österreich.

Ludwig Wolf München

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