Wir brauchen Biogasanlagen

Marcus Mäckler: „Die Bio- gas-Branche in der Krise“; Bayern 29. Dezember

Das Ende der Fördergelder kommt doch nicht überraschend. Man weiß doch bei der Planung einer Anlage wie lange es Zulagen gibt. Und das man Kosten für Reparaturen und Wartung sowie eine Risikovorsorge kalkulieren muss gehört zu den betriebswirtschaftlichen Grundlagen. Also sollte es bei Beachtung dieser elementaren Grundlagen, die ja wohl nicht neu sind für die Betreiber von Biogasanlagen keinen Grund zum Jammern geben. Zudem hält sich mein Mitgefühl für die Betreiber von Großanlagen in engen Grenzen. Je größer die Anlagen, desto größer das Einzugsgebiet für die Biomasse und auch die Transportwege für die Gärreste. Das bedeutet Lärmterror oft bis Mitternacht an den Transportrouten für die Anwohner und Schäden an den Straßen durch das enorme Gewicht der Transportfahrzeuge. Und finanziert wird das Ganze zum Teil mit Mineral-und Kfz-Steuer, die die Betreiber dieser Anlagen nicht zu bezahlen haben, von der EEG-Umlage mal ganz zu schweigen. Wahnsinn! Die EEG- Zulage kommt auch den Photovoltaikbetreibern zugute aber die machen keinen Lärm und ruinieren keine Straßen. Und die Förderzulagen von Photovoltaikanlagen sind auch endlich, das wissen deren Betreiber. Ich glaube schon auch, dass man Biogasanlagen zum Erreichen der wichtigen Klimaziele braucht, aber vielleicht sollte man überlegen kleinere dezentrale Anlagen zu betreiben. Damit könnte der Aufwand für alle Transporte und deren negativen Auswirkungen minimiert werden. Die dadurch freiwerdenden Mittel können die notleidenden Betreiber für Reparaturen aufwenden oder den wegfallenden Förderungen entgegen rechnen.

 Renate Lamprecht Großinzemoos

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