Empörung über Protestaktion der Asylbewerber

Carina Lechner: „,Nimm Deinen Müll zurück‘“; Bayern 22. Dezember

„Wenn man diesen Artikel liest, fehlen einem wirklich die Worte. Es ist unglaublich, da bemühen sich viele Ehrenamtliche in ihrer Freizeit um Tafeln für Bedürftige. Da schreiben Sie in der gleichen Ausgabe übe die bescheidenen Renten vieler Senioren. Es gibt viele Menschen mit Mindestverdienst. All diese Gruppen wären dankbar für ein zusätzliches Ess-Paket. Und diese Asylanten und Flüchtlinge wagen es, Lebensmittel in den Schnee zu werfen und dieser Herr Eberl unterstützt das auch noch. Frau Haderthauer hat vollkommen recht mit ihren Äußerungen.“

 Gerhard Schütz Baldham



„Nach Deutschland eingereiste Asylanten werfen das ihnen ausgeteilte Essen, originalverpackt, zum Müll. Ist das die perfekte Integration in unsere Wegwerfgesellschaft, oder gibt es tatsächlich zwei Gruppen von Asylanten? Menschen, die Hungerjahre wie 1945-48, erlebt haben, werfen Lebensmittel nicht weg.“

 Elfriede Sänger München


„Die Asylbewerber, denen in den Herkunftsländern alles fehlt, dürfen sich hier bei uns so aufführen? Da nur etwa 10 % von ihnen als echte Asylbewerber anerkannt werden, muss unsere Regierung dafür sorgen, dass die Verfahren so kurz wie möglich gehalten werden und eine Abschiebung zügig erfolgt.“ Maria Müller Unterhaching „Wenn man allein das Foto vom Protest vor dem Sozialministerium sieht und zuvor im Lokalteil den Artikel zur Weihnachtsaktion ,Die Tafel‘ gelesen hat, versteht man doch die Welt nicht mehr. Dort liegt ein Berg von haltbaren, guten Lebensmitteln im Matsch und Dreck und wird als Müll bezeichnet. Auf der anderen Seite stehen oft Menschen in der Kälte Schlange um für einen Euro teils angefrorene, kurz vor Verfallsdatum stehende oder sonst nicht mehr verkäufliche Lebensmittel zu bekommen. Erklär mir einer die Welt!“

 Renate Hofbauer Mittenwald



„Man muss die Asylbewerber dazu auffordern, ihren ,Lebensmittelmüll‘ zu einer Sozialstation zu bringen, statt diese wertvollen Lebensmittel in den Schmutz zu werfen. Die ,Tafel‘ wäre sicher froh, wenn sie noch mehr gute und frische Ware wie verpackte Salami, Joghurt, Nudeln und Eier an bedürftige Rentner abgeben könnte. Diese Menschen müssen nämlich ihre Wohnungen, Nebenkosten, Strom und andere Unkosten von ihrer Minirente selbst bestreiten und haben am Monatsende oft keinen Penny mehr in der Tasche. Sie wären mit Sicherheit dankbarer. Wer Lebensmittel vernichtet, ist nicht arm und hungrig. Wenn diese Menschen, egal, wo sie herkommen, bessere Nahrung und Unterkunft hatten als bei uns, warum sind sie dann geflüchtet? Wollen sie Bargeld, um ihre Schleuser zu bezahlen? Frau Haderthauer, bleiben Sie hart! Wir haben genug Arme, die Unterstützung brauchen.“

 Karin Just Bad Wiessee

„Da werden hochwertige Lebensmittel wie Salami, Nudeln, Eier usw. in den Schneematsch gelegt. Es werden unangebrachte Forderungen aufgestellt. Unterstützung erfährt das ganze noch durch das Netzwerk Deutschland-Lagerland und andere ,Unterstützer‘. Welche Berechtigung haben diese Forderungen? Die in Deutschland um Hilfe Nachsuchenden erfahren hier ausreichende Unterstützung. Sie bekommen einen Platz zum Wohnen, der zwar nicht dem Angebot eines 5-Sterne-Hotels entspricht. Darüber hinaus bekommen sie ausreichend Lebensmittel, wobei sie sich diese Lebensmittel anhand einer Liste selbst aussuchen können. Was will man den mehr? Die jetzt in so unangebrachter Art und Weise Demonstrierenden sollten einmal in die anderen europäischen Ländern schauen. In der Schweiz, in Italien oder in Frankreich wird ihnen dieser ,Luxus‘ nicht geboten. Da wird ihnen die Lust an Forderungen gleich genommen. Den Unterstützern der Forderung empfehle ich, den in der gleichen Ausgabe enthaltenen Artikel, wonach jeder fünften Rentnerin in Deutschland Armut droht. Eine Unterstützung dieser Personen, welche durch ihren persönlichen Einsatz dazu beigetragen haben, dass Deutschland heute das ist, was es ist, wäre angebrachter. Letztendlich haben die Leistungen dieser Frauen auch dazu geführt, dass Flüchtlinge heute in Deutschland die ihnen angebotenen Leistungen erhalten können. Unter Berücksichtigung der unangebrachten Reaktion ist das Verhalten der Ministerin und ihrer Mitarbeiter nur zu verständlich.“

Franz Obkircher Hechendorf



„Da werfen protestierende Asylanten Lebensmittel auf die Straße – ein unglaublicher Vorgang dem Gastland gegenüber. Frau Haderthauer, bleiben sie hart! Hilfe verdient nur der, der sie schätzt und auch annimmt. Die Tafeln der Gemeinden müssen immer mehr Menschen mit Grundnahrungsmittel versorgen, dann diese Aktion. Rentner und Bedürftige haben keine Möglichkeit, aus einer langen Liste ihre Lebensmittel zu wählen, sie müssen nehmen, was übrig bleibt. Viele von ihnen haben Jahrzehnte gearbeitet, und fühlen sich nun als Bettler. Hier stimmen einige Werte wohl nicht mehr. Gerade die Weihnachtszeit mit den Spendenaufrufen zeigt, welche Bedürftigkeit herrscht, der heutige Artikel zur Altersarmut unterstreicht dies noch.“

 Ernst Steinhilber Landsham

Auch interessant

Kommentare