Die Idee Europas darf nicht scheitern

Eberhard von Gemmingen: Weihnachten – Geburtstag des wichtigsten Europäers; Gastbeitrag Bayern 19. Dezember

Was für ein wunderbarer Essay! Der Verfasser trennt klarsichtig die Spreu vom Weizen der Geschichte. Er öffnet den Menschen, die sich nach Orientierung und Halt in einer immer pluralistischer und ungeordneter wirkenden Welt sehnen, die Augen für den Zusammenhang der geistigen Grundlagen der europäischen Geschichte und ihrer Bedeutung für unsere Gegenwart. Das Jesuskind in der Krippe als Symbol und Exponent dieser Errungenschaften unseres in seiner Geschichte so gebeutelten Kontinents Europa: Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit! Und die 2000 Jahre alte christliche Kirche hat daran ihren maßgeblichen geschichtlichen Anteil - trotz dunkler Fehlentwicklungen. Die Idee Europas darf nicht scheitern am rücksichtslosen Egoismus einzelner europäischer Mitgliedsstaaten, an mangelnder Solidarität der EU-Mitglieder untereinander und an kleinlicher überbordender Bürokratie Brüssels. Wenn ein international renommierter Historiker wie der Australier Christopher Clark („Die Schlafwandler“) seine biologischen, geistigen und kulturellen Wurzeln stolz in Europa verortet und bekennt, dass der Einfluss der europäischen Geistesgeschichte auf die Moderne gar nicht hoch genug eingeschätzt werden könne, so bestätigt das exakt die Aussage des Essays von Pater Eberhard von Gemmingen. 

Karin Motz-Glasow Schongau

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