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Feuerwerk war erlaubt

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Manuela Schauer: Unverständnis für Silvesterfeuerwerk auf Elmau; Bayern 5./6. Januar

Natürlich – wer zu Silvester knallt, hat Unrecht! So hätten es gerne Natur- und Tierschützer im Kreis Garmisch-Partenkirchen. Tatsächlich wurde kein Feuerwerk 2021 zu Silvester verboten. Nur der Verkauf von Feuerwerk in Deutschland an Privatpersonen – aus Corona-Gründen. Wer wollte, konnte sich jegliches Feuerwerk im Ausland besorgen und abbrennen, so es denn eine deutsche Prüfbescheinigung hatte. Und dies ohne jede Genehmigung. Herr Müller-Elmau beantragte offiziell das Feuerwerk beim zuständigen Landratsamt mit dem Hinweis, dass es ausgerichtet würde von einem professionellen Pyrotechniker. Dies wurde ihm genehmigt. Und die Genehmigung wurde später nicht zurückgezogen – etwa aus Corona-Gründen! Was soll denn ein Hotelier noch tun? Sicher – er hätte aus Solidarität mit den Kollegen auf das Feuerwerk verzichten können. Diesen Vorwurf kann man gelten lassen. Was der LaBu Vogelschutz und Frau Lödermann dagegen veranstalteten, war – um es mit ihren eigenen Worten zu beschreiben – „absolut blödsinnig“. Und Frau Dritte Landrätin sei darauf hingewiesen, dass die eigene Behörde das Feuerwerk genehmigte. Wasch mich, aber mach mich nicht nass!

Hans Ludwig Heller

MilDekan a.D. Mag. theol., Wessobrunn

Leider hat das Volk der Deutschen die unangenehme Angewohnheit, sich gegenseitig ständig alles verbieten zu wollen. Eine nicht ideologiegetriebene, sondern sachliche Betrachtung von Feuerwerk wäre aber wohl im Sinne des auf gegenseitige Achtung basierendem Gemeinwesens sinnvoller. Beleidigungen in Richtung des Veranstalters wie die des Landesbundes für Vogelschutz („absolut blödsinnig“) tragen dazu mit Sicherheit nicht bei.

Die behauptete Schädigung der Tierwelt durch Feuerwerk ist, ebenso wie angebliche Unmengen von Verletzungen durch Feuerwerkskörper, längst widerlegt. Auch die Drucksache 18/6877 des Bayrischen Landtags hat mit diesen Legenden nachhaltig aufgeräumt. Ein 10-Minuten-Ereignis sollte man mit Rücksicht auf diejenigen, denen es Freude bereitet, auch dann tolerieren können, wenn es einem nicht gefällt. Durch maßlos überhöht dargestellte Gefahr schädlicher Umwelteinflüsse ließen sich auch unzählige andere menschliche Aktivitäten verbieten. Wollen wir das?

Michael Stock

Berg/Farchach

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