3 Leserbriefe

Hirnlose Entscheidung

Manuel Eser: Die Geschichte einer bizarren Abschiebehaft; Bayern 18./19. April

Da lebt Herr Imtiaz A. aus Pakistan fünf Jahre in Deutschland, ist nie strafrechtlich aufgefallen, ist sehr gut integriert, spricht Deutsch und hat deutsche Freunde, Führerschein gemacht, Praktika absolviert, seit 2018 im Flughafen tätig, dann als Servicekraft bis zu seiner Verhaftung am 16. März 2020. Er soll abgeschoben werden, doch durch den Coronavirus ist er eingesperrt in der JVA Erding, bis am 21. April 2020 wieder Flüge nach Pakistan stattfinden werden. Für eine solche hirnlose Entscheidung kann man kein Verständnis zeigen, wenn man hört, dass IS-Geisteskranke, ultrareligiöse, barbarische Unmenschen nach Deutschland zurückgeholt werden, weil sie deutsche Staatsangehörigkeit haben. Da fällt mir nur noch ein: Dumm, Dümmer, Deutschland!

Helmut Mischkulnig

Hausham

Herr Imtiaz A. hat jetzt fünf Jahre bei uns gelebt, anfangs gewiss auf Kosten der deutschen Steuerzahler, und soll nun aufgrund bestehender Gesetze unser Land wieder verlassen. Was versteht Herr A. samt seiner Flüchtlingshelfer und Anwälte daran nicht? Auch wenn im Augenblick wegen Corona-Krise die Rückführung ausgesetzt wird – die rechtliche Lage bleibt. Es ist aber beinahe fest anzunehmen, dass die zuständige Behörde wieder einknicken wird und damit weitere illegale Einwanderer unterstützt, irgendwie nur nach Deutschland zu kommen.

Bernd Schürmann

Schwabhausen/Arnbach

Wenn ein Asylsuchender, der fünf Jahre bei uns lebt, Arbeit hat, also Steuern zahlt, als integriert gilt, plötzlich von der Polizei abgeholt wird und wegen Abschiebung ins Gefängnis kommt, weil er aus keinem Kriegsgebiet kommt, fehlen mir schon die Worte. Aber jetzt bei Corona, wo bekannterweise nicht abzusehen ist, wann Flugzeuge wieder fliegen, bekomme ich Gänsehaut. Ganz zu schweigen von den Arbeitgebern, deren eingearbeitete Mitarbeiter von heute auf morgen nicht mehr da sind. Stichworte: Corona-Gefahr im Herkunftsland, plötzlich dort aufzutauchen, vielleicht ohne Platz, ohne Arbeit, ohne Perspektiven. Je nach Kultur noch Gesichtsverlust. Warum braucht man da fünf Jahre zum Zurückschicken? Menschenunwürdig! Viele aus Kriegsgebieten sehe ich tagsüber mit einer Menge kleiner Kinder, die hier geboren sind, die offensichtlich vom Kindergeld leben. Höchste Zeit, hier andere Kriterien anzusetzen.

Charlotte Heuer

Gilching

Auch interessant

Kommentare