Was kosten uns die Flüchtlinge?

Marcus Mäckler: „Wir schaffen das, weil wir es müssen“; Bayern 19. Dezember, Susanne Breit-Keßler: „Vollverschleierung muslimischer Frauen muss verboten werden“; Gastkommentar Politik, und Felix Müller: „Ein Katastrophenjahr!“; München 17. Dezember

Seitens der Bundesregierung wird beharrlich behauptet, es werden weder finanzielle Kürzungen noch Steuererhöhungen bzw. Sonderabgaben jedweder Art den Bürger belasten. Woher kommen also die Mittel? Gibt es eine Schwarze Kasse?

Kurt J. Gassner Bockhorn

Die CSU forderte bei ihrem Parteitag eine Obergrenze für den Flüchtlingszuzug, die CDU spricht von einer spürbaren Reduzierung, im Grunde wollen doch beide das gleiche. Anstelle der Wortklauberei ist uns mehr geholfen, wenn sie gemeinsam an einer schnellen Umsetzung ihrer Idee arbeiten. Besonders gefällt mir beim Parteitag der CDU die klare Aussage der Kanzlerin. Von den Flüchtlingen verlangt sie Achtung vor den deutschen Gesetzen, Werten und Traditionen: „Unsere Gesetze stehen über Ehrenkodex, Stammes und Familienregeln.“ Es bleibt nur zu hoffen, dass sich der Bundestag und die Abgeordneten daran halten, damit in Zukunft das Multikulti-Geschwätz einiger Parteien in unserem Land ein Ende hat. Im Hauptthema wurde bei den Parteitagen CDU/CSU/SPD nur über die Aufnahme der Flüchtlinge beraten, leider waren wenig Stellungsnahmen zur Beseitigung des Übels zuhören. Hier sollte man doch von Europa aus darauf drängen, dass in den Ursprungsländern die Medien darauf hinweisen, wie nach ihrer Ankunft so ein Lagerleben bei uns aussieht. Ich glaube, dies würde so manchen Nicht-Kriegsflüchtling, welcher ja sowieso wenig Anerkennungsaussicht hat, vor einer übereilten Flucht abhalten. Besonders missfällt mir, dass die Mitschuldigen der Krise in Syrien, Russland und Amerika, anstatt Flüchtlinge aufzunehmen, die Sache mit Bomben lösen wollen. Die Europäer, besonders wir Deutsche, sollen nun für die verfehlten politischen Entscheidungen und Glaubenslehren dieser Staaten aufkommen. Ich finde es besonders beschämend für die reichen arabischen Öl Staaten, wie sie ihre Glaubensgenossen aus Profitgier im Stich lassen. Für x Milliarden können sie ein sinnloses Fußballstadion und gigantische Hochhäuser in die Wüste bauen, statt den Bürgern in der Nachbarschaft zu helfen.

 Josef Fenninger senior Weibhausen

Die Diskussion um Toleranz wird lesbar absurder. Frau Breit-Keßler zeichnet eine nicht mögliche Situation auf, um sie anschließend vehement abzulehnen: eine der Vollverschleierung zugetane Muslima durchläuft die Ausbildung zur Polizistin, um anschließend z.B. einen Pistolengürtel zu tragen. Die Aufzählung der anderen, geradezu lächerlichen, Beispiele erspare ich uns. In all ihrer Diktion versucht Frau Breit-Keßler den Eindruck zu erwecken, wie rigoros sie für die Beachtung westlicher Werte ist. Überschrift: „Vollverschleierung muslimische Frauen muss verboten werden“. Der Schleier ist zwar „eine ziemliche Zumutung“ (ist er nun eine Zumutung oder nicht), mit der wir „lernen müssen, umzugehen.“ Und hier liegt der Hase im Pfeffer: Warum müssen eigentlich wir hier bei uns lernen, mit dieser Verschleierung umzugehen und nicht die anderen, dass man sich hier eben nicht verschleiert? Toleranz heißt - das wissen wir mittlerweile alle - etwas ertragen. Aber das, so finde ich, ist genau falsch. Wir sollten etwas akzeptieren, weil wir es in Ordnung finden, oder ablehnen, weil wir es nicht in Ordnung finden.

 Klaus Bohnenberger Wackersberg

Scharfe Abrechnung während der Haushaltsdebatte. Was ist denn an allen diesen genannten Projekten, so schmerzhaft? Es ist doch genügend Geld zu Verfügung, für Kriegsteilnahmen, für Flüchtlinge, überzogene Gehälter, für den politischen Wasserkopf, mit der ständigen Fliegerei auf dem ganzen Erdball, auch hat dieser Staat genügend Geld für die EU Pleitestrafen, wer braucht da noch Geld (Steuern) für Schulen, oder Turnhallen, wo es doch an Lehrern fehlt! Und an bezahlbaren Wohnungen? Da wird eben das neue Katastrophenjahr 2016 eingeläutet. Aber doch ein frohes Weihnachtsfest.

Manfred Kühner Burggen

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