Aufs Auge gedrückt

Conny Kirmaier: Der Mann für die Sicherheit; Bayern 1. April

Auch ich genieße nach über 40 Jahren Polizeidienst den Ruhestand. Uns Pensionisten erreichte im letzten Sommer ein Schreiben des Innenministers bezüglich „Flüchtlingsproblematik“. Wir Ruheständler sollten uns zur Bewältigung des Flüchtlingsstroms zur Verfügung stellen und bei der Registrierung etc. eingesetzt werden. Da ich nicht nur reden, sondern auch aktiv in dieser Situation helfen wollte, stellte ich mich zur Verfügung und wurde ab November im Bereich der Aufnahmeeinrichtung Fürstenfeldbruck eingesetzt. Bereits von Anfang an hatten mein Kollege und ich den Eindruck, dass wir der dortigen Führung aufs Auge gedrückt wurden. Im administrativen Bereich konnten/wollten uns die Herren nicht beschäftigen. Wir wurden daher den Hausmeistern zugeteilt und in der Folgezeit waren wir damit beschäftigt, Betten zu bauen, Müll aufzusammeln oder Bettwäsche zu sortieren. Ein Telefonat mit der Regierung von Oberbayern – wo ich diese Umstände ansprach – hatte zur Folge, dass ich von der Unterkunftsleitung gemaßregelt wurde. Während der restlichen Zeit meiner dortigen Beschäftigung (Ende Januar 2016) fand keine Kommunikation mit der Unterkunftsleitung mehr statt. Mein Kollege und ich wurden mehr oder weniger ignoriert. Ich wünsche dem Kollegen Klose viel Glück bei seiner Tätigkeit.

Matthias Trost Olching

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