Beide Seiten hören

Dirk Walter: „Startbahn- Protest in Kreuth“; Bayern 16./17. Januar

Das hätte man sich denken können: Kreuzer lehnt ab, nach Attaching zu kommen. Warum gab es für die FMG, die eine 3. Startbahn will, die große Ausnahme einer Fraktionssitzung am Flughafen? Und warum kann die Fraktion nicht in Attaching tagen, womit sie gezeigt hätte, dass sie beide Seiten hören will. Sind ihr dort die Räumlichkeiten nicht vornehm genug oder fürchtet sie, mit der Realität konfrontiert zu werden? Hier zeigt der CSU-Fraktionsvorsitzende Kreuzer sein wahres Gesicht und praktiziert Lobbyismus pur. Führung und Mehrheit der Fraktion fühlen sich nicht dem Volk verpflichtet, sondern der Flughafenlobby. Das Wahlvolk als Stimmvieh wird nur alle fünf Jahre einmal gebraucht.

Ludwig Grüll Freising

Der CSU-Fraktionsvorsitzende Thomas Kreuzer hat nicht halb so viel Mut wie Ministerpräsident Seehofer. Der informierte sich direkt vor Ort, zeigte sich offen für Argumente und ließ sich von den Betroffenen die Lage erklären. Die Hardliner der Fraktion haben so etwas nicht nötig. Sie lassen sich lieber von Herrn Kerkloh am Flughafen aushalten. Es ist ja auch angenehmer, im vornehmen Sitzungssaal hochtrabende Prognosen und Versprechungen zu hören, als draußen im Flughafenumland den Lärm und den Gestank abzubekommen. Jetzt hat die CSU-Fraktion aber ernstliche Schwierigkeiten, sich als Vertreter des Volkes darzustellen. Den Umfragen zum Trotz schlägt sie sich lieber auf die Seite des Geldes.

Joachim Hellmich Freising

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