Flughafen für ganz Bayern

Kritiker beklagen „skandalösen Wortbruch“; Bayern 27.

Oktober Seehofers Zick-Zack-Kurs beim Flughafenausbau schadet der bayerischen Wirtschaft. Vor fünf Jahren haben die Münchner in einem Bürgerentscheid mehrheitlich gegen den Bau der dritten Startbahn protestiert. Mittlerweile ist es so gekommen, wie die Experten prognostiziert haben. Der Flughafen ist so voll, dass Flugzeuge zu bestimmten Zeiten Warteschleifen drehen müssen, um eine Landeerlaubnis zu erhalten. Auch Landshut und das Umland sind von diesen Warteschleifen betroffen. Neue Investitionen werden auf Eis gelegt und Unternehmen überdenken ihre Investitionen aufgrund der unsicheren Lage. Grundsätzlich finde ich Bürgerentscheide gut, aber oftmals sind die Themen so komplex, dass sie sich nicht mit Ja oder Nein beantworten lassen. Die Bürger kennen die vielen Hintergründe nicht, die mitberücksichtigt werden müssen. Hier müsste viel mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden. Der Flughafen München ist außerdem auch ein Flughafen für ganz Bayern. Wenn Horst Seehofer jetzt wieder nur die Münchner abstimmen lassen will, dann verkennt er, dass der Flughafen Auswirkungen auf ganz Bayern hat. Als Unternehmer erwarte ich von der Politik, dass sie die Politik macht, die richtig ist und nicht dem Volk Honig um den Mund schmiert. Walter Scheel hat es auf den Punkt gebracht: „Es kann nicht die Aufgabe eines Politikers sein, die öffentliche Meinung abzuklopfen und dann das Populäre zu tun. Aufgabe der Politiker ist es, das Richtige zu tun und es populär zu machen.“ 

Marco Altinger Landshut

Unser Ministerpräsident hat endlich einmal Stärke bewiesen und erklärt, dass die dritte Start- und Landebahn, die schon wegen der minimal 20 000 neuen hochwertigen sozialversicherungspflichtigen Jobs unverzichtbar ist, gebaut werden muss, und zwar ohne Wenn und Aber. Denn nur so spielt Bayern auch in Zukunft Champions League und stürzt nicht ins wirtschaftspolitische Amateurlager ab. Deshalb bleibt die CSU auch in Zukunft für jeden Menschen mit gesundem Menschenverstand die einzig wählbare Partei. 

Robert Ertelt München

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