Kein immerwährendes Wachstum

„Konkurrenzfähig“; Leserbriefe 16. Dezember, „Viel Lob für ,historischen‘ Klimapakt“; Titelseite, Alexander Weber: „Prinzip Hoffnung“; Kommentar, Anne-Béatrice Clasmann: „Es lebe der Planet!“; Politik 14. Dezember,Hans Moritz: „Dobrindt: Bund für dritte Startbahn“; Bayern 15. Dezember

Bei der Weltklimakonferenz in Frankreich gab es wieder jede Menge guter Absichtserklärungen der verschiedenen Regierungen. Deutschland muss natürlich als kleiner grüner Punkt auf der Weltkugel wieder eine Vorreiterrolle einnehmen . Aber eins passt da überhaupt nicht zusammen...das Ziel den CO2 Ausstoß weltweit zu verringern und gleichzeitig den Bau einer 3. Start-und Landebahn in München voranzutreiben.

Peter Wukowic Irschenberg

Warum der Leserbriefschreiber Helmut Meier meint, dass „unser Land der Dichter und Erfinder“ selbiges ohne Großprojekte wie die 3. Startbahn nicht mehr sein kann, erschließt sich mir nicht. Eventuell kann der Flughafen München Gesellschaft (FMG) Gutachter da einen Zusammenhang herdichten. Und genau berechnen, wie viele neue Dichter-Stellen durch den Bau der Startbahn geschaffen werden. Fehlende Kausalität ist doch das Spezialgebiet dieser Erfinder? Solange wir euch haben, ist’s mir ums Aussterben der Dichter und Erfinder in diesem Lande nicht bange.

Hans Strasser Reisen

Wann kapiert es die Menschheit endlich, dass es kein immerwährendes Wachstum gibt? Rückbesinnung auf das wirklich wichtige wäre besser, als immer mehr, höher, weiter, schneller. Was werden wir unseren Kindern, Enkeln und Urenkeln für eine Welt hinterlassen? Eine noch schöne, lebenswerte Welt mit einer intakten Natur, die uns nährt und überlebenswichtig für uns Menschen ist? Manche haben das anscheinend immer noch nicht kapiert und denken nur daran, dass es ihm gut geht. Passend zu solchen Dingen fällt mir immer wieder ein Spruch ein, der – doch so alt – aber immer mehr an Bedeutung gewinnt: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Peter Wurm Irschenberg

Sehr geehrter Herr Dobrindt, die Phantasie versetzt uns ins Jahr 2030, die 3. Bahn wurde gebaut - und jetzt? - Die Temperaturen in Bayern steigen weiter an und liegen über den geplanten Werten. Auch der Flugverkehr trägt entscheidend dazu bei. - Wegen des harten Wettbewerbs und dem daraus resultierenden Einsatzes immer größerer Flugzeuge lagen die Flugbewegungen in den letzten 15 Jahren nie über 410.000 Flüge/Jahr und waren damit weit entfernt von einer Kapazitätsgrenze eines 2-Bahnensystems. In den letzten Jahren gingen die Flugbewegungen bei gleichzeitigem Anstieg der Passagierzahlen sogar zurück und liegen jetzt bei unter 400.000 Flüge/Jahr. - Da es zum Kerosin immer noch keine CO2-neutralen Energieträger für das Fliegen gibt, ist das Fliegen wegen der CO2-Abgaben immer teurer geworden - Billigflüge für 19 €, z.B. nach Pisa, gibt es schon lange nicht mehr. - Die Luftfahrtindustrie hat versucht die Preissteigerungen aufzuhalten indem die in Folge der fortschreitende Erderwärmung eingesparten CO2-Emissionen für das Heizen von Gebäuden dem Flugverkehr gutgeschrieben werden sollten. Dieses Ansinnen hat das europäische Parlament gestoppt. - Alle Flugbewegungen finden seit langem und ausnahmslos auf der alten Nord- und Südbahn statt. Die 3. Bahn wurde zur Einsparung von Unterhaltskosten still gelegt. Sie findet jetzt Verwendung als Stockschützenbahn XXlarge und bietet damit Ersatz für die wegen der Klimaerwärmung im Winter nicht mehr vorhandenen Freieisflächen. - Vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig klagen die lediglich auf dem Niveau des Jahres 2007 Entschädigten in der X-Instanz - die Entschädigung „auf höchstem Niveau“ fand in der Realität nie statt. - Die CSU stellt schon lange nicht mehr die Alleinregierung in Bayern. Sie wurde vom Wähler mit dem Entscheid für eine 3. Bahn abgestraft - es war erkennbar, dass der Eigennutz der Lobbyisten mit „immer größer, immer weiter“ mehr Gehör fand als die Sorge um das Gemeinwohl…… Schluss jetzt! - Reset - Alles nur Phantasie? Gut zu wissen, dass einiges wohl nur der Phantasie geschuldet ist. Die Realität zeigt: Auch ohne 3. Bahn gibt es jetzt und in Zukunft keinerlei Engpässe und keine Warteschleifen. Es gibt auch keinen Wettbewerb, den man gegen Türken oder Golfstaaten führen oder gewinnen muss. Ministerpräsident Seehofer und die Münchner haben dies erkannt - ebenso wie die Mehrheit der Wähler in Bayern.

 Wolfgang Herrmann Freising

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