Fehlende Frauenhäuser und Frauennotrufe

Katrin Woitsch: Frauenhäuser in Not; Bayern 3. April

In dem Artikel wird die zunehmende Wohnungsnot für die Aufnahmeengpässe der Frauenhäuser verantwortlich gemacht. Das ist sicherlich ein zusätzliches Problem, welches die Situation der Frauenhäuser und ihrer Klientinnen zunehmend verschärft. Eine Hauptursache ist aber seit Jahren, dass es immer noch nicht in jedem Landkreis ein Frauenhaus, in manchen Teilen Bayerns nicht einmal einen Frauennotruf gibt. In 71 Landkreise und 25 kreisfreie Städte stehen 38 Frauenhäuser zur Verfügung. Frauennotrufe wenn vorhanden könnten Frauen über die Möglichkeiten des Gewaltschutzgesetzes informieren und die Frauen bei der Beantragung einer einstweiligen Anordnung eines Wohnungsverweises des Täters unterstützen. Aber auch dafür ist im Haushalt der Landesregierung keine Etaterhöhung vorgesehen, obwohl in den letzten Jahren einige Frauennotrufe eingestellt wurden, auch weil den ehrenamtlich arbeitenden Frauen die Luft bei der Spendenaquise ausging. Es wäre schön, wenn die Staatsregierung in ihrem angekündigten Schwerpunkt Familienpolitik auch die Hilfe für Kinder die familiärer Gewalt ausgesetzt sind in den Blick nimmt. Die kommunale Ebene kann diese Hilfsangebote nicht alleine finanzieren. 

Christine Negele Dipl. Sozialpädagogin, Miesbach

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