Nicht repräsentativ

Dirk Walter: 80 Prozent der Eltern wollen ein G9; Bayern 19. Januar

Die in der Meldungen zitierte Umfrage war technisch nicht annähernd sicher abgewickelt bzw. ist in diesem Fall keinesfalls integer und repräsentativ. Des Weiteren gab es erheblichen inhaltlichen Mangel in der Umfrage. Jeder konnte beliebig viele Stimmen von verschiedenen IP-Adressen (verschiedene Endgeräte) abgeben. Wenn einer sich in einem Computernetzwerk mit dynamischer IP-Adressvergabe befindet, kann er nach jedem Neustart seines Endgerätes zudem neu abstimmen. Ein Computerfachmann oder Informatiker kann einfach beliebig viele Stimmen abgeben, indem er beliebige Stimmen vor der Übertragung mit verschiedenen IP-Adressen versieht. Schon nur ein einziger Mensch, der nicht einmal aus dem großen Teilnehmerkreis kommen muss, konnte die Ergebnisse massiv beeinflussen. Inhaltlich hatten die drei Antwortoptionen der Umfrage zudem Anteile hinsichtlich Lehrplanänderung. Ich glaube kaum, dass mehr als 10 % der Umfrageteilnehmer Inhalte der bestehenden Lehrpläne kennen. Es ist wohl absehbar, dass zum Beispiel eine Frage wie „G8 mit verbessertem Lehrplan“ die Umfrageteilnehmer zu G8 hätten stimmen können. 

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