Leserbrief zum Leitungswasser in Gaststätten

Ziemlich beschämend

Dirk Walter: Sturm im Wasserglas; Bayern 4. September

Wir waren in einem Lokal in Rottenbuch (die Pächter haben mittlerweile aufgegeben), hatten gespeist und getrunken. Zum Abschluss der Mahlzeit bat ich um ein kleines Glas Leitungswasser zur Einnahme meiner Medikamente. Die Chefin sagte mir, dass sie mir kein Leitungswasser verkaufen könne. Auf meine Bemerkung, sie könne mir das Wasser auch kostenlos überlassen, erhielt ich zur Antwort, dass sie das nicht mache und ich müsse mir das Wasser auf der Toilette holen. Ziemlich beschämend, mit einem Glas zur Toilette zu gehen, um Wasser aus dem Handwaschbecken zu zapfen, und unappetitlich dazu. Vor dem Hintergrund dieses Erlebnisses halte ich es durchaus für sinnvoll, dass Wirte an Gäste, die Geld in der Wirtschaft lassen, kostenlos Leitungswasser abgeben müssen.

Uschi Dittrich

Schönberg/Rottenbuch

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