Gift im Bier

Marcus Mäckler: Sturm im Bierglas; Bayern 26. Februar

Bisher sind die staatlichen Behörden und Ämter und unsere Politiker davon ausgegangen, dass das Pflanzengift Glyphosat nur bei den Pflanzen wirkt und für uns Menschen völlig bedenkenlos ist oder harmlos. 96 führende Wissenschaftler weltweit und die WHO halten Glyphosat für giftig und krebserregend. Nun möchten unsere staatlichen Behörden, Landtags-, Bundestags- und EU-Abgeordneten aber trotzdem die Zulassung von Glyphosat um zehn Jahre verlängern. Sicher ist es für unsere Behörden und Ämter und für unsere Politiker nicht einfach, wenn die zugeben müssen, dass sie sehr naiv waren und glaubten, Pflanzengift wurde den Menschen nicht schaden. Der bayerische Bauernverband möchte daran festhalten, dass auch weiterhin die Landwirte das grüne Kartoffelkraut, den Mehlweizen die Braugerste usw. abspritzen dürfen zirka zwei Wochen vor der Ernte, um dadurch eine schnellere und gleichmäßigere Reife zu gewährleisten. Vorsorglich möchte ich darauf hinweisen, dass wir Männer in Bayern besonders grantig werden, wenn man völlig unnötig aus Profit und Habgier durch Abspritzen der Braugerste zwei Wochen vor der Ernte unser geliebtes Bier vergiftet. Wovon sollen wir dann noch leben? Außerdem tun unsere Politiker auch noch so, als wären unsere Brauereien daran schuld. Scheinheiliger kann Politik kaum noch sein. Glauben denn unsere Politiker und Behörden tatsächlich, sie können nochmal zehn Jahre Menschen in Europa mit dem Pflanzengift Glyphosat belasten und gefährden. Die Abteilungen für Kinderkrebs sind doch ohnehin schon voll. Man kann sich vorstellen, wie naiv rücksichtslos und menschenfeindlich die Verhandlungen bei TTIP erst verlaufen werden. Den bayerischen Senat hat man damals aufgelöst, weil er angeblich unnütz war. Den bayerischen Landtag könnte man auflösen, weil die mehrheitlich unfähig, rücksichtslos, menschenfeindlich, geldgierig sind.

Georg Prummer Markt Indersdorf

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