Keine Kohle mehr im Portemonnaie. Foto: Karin Kühnl

Leserbriefe

Ins Schnitzelsteuer-Fettnäpfchen

Georg Anastasiadis:Und jetzt auch noch dieKlima-Diät; Kommentar,Phillip Plesch: Grüne „Schnitzelsteuer“ empört Bauern;Bayern 20. Dezember

Also, es ist doch unglaublich, auf was man kommen kann. Die Grünen sitzen mit im Bundestag-und Rat und bekommen es auch nicht geschafft, dass ganz einfach die Einfuhr von Rindern von Mexiko und sonst woher nach Deutschland und in die EU gestoppt wird. Unsere Bauern können nicht so viel Fleisch produzieren, wie jetzt verbraucht wird. So wird der Verbrauch doch schon wesentlich reduziert. Wer sollte denn dann das Geld für die landwirtschaftliche Klima-Bepreisung bekommen? Noch mehr in die schon florierenden Steuerkassen?

Karin Kühnl

Germering

Der Vorschlag von Leopold Herz, der weniger als 1,7 Kühe pro Hektar hält, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Sauberes Wasser und Luft sowie gesunder Boden – darauf hat die Gesellschaft ein Recht, hier kann die Landwirtschaft schon mal einen Teil dazu beitragen. Die Behauptung der Maisindustrie, der Mais habe eine bessere CO2-Bilanz als der Wald, ist eine Lüge. Wer den Beitrag in „Unser Land“ am letzten Freitag gesehen hat, ist hier eines besseren gelehrt worden. Der Maisanbau hat sich den letzten 10 Jahren um 1 Million Hektar erhöht und ist in dieser Form mehr eine Belastung für die Umwelt. Es wäre auch sinnvoller für einen besseren Klimaschutz, die Weinberge ein Drittel zu reduzieren und in artenreiche Wälder umzubauen. Der Ministerpräsident könnte dann weiter Bäume pflanzen, Klimanotstand in den Wäldern wäre schon längstens angesagt.

Leonhard Zach

Ohlstadt

Lieber Grün-Wähler, da sieht man wieder, was ihr gewählt habt. Grünen-Chef Habeck will eine Schnitzelsteuer einführen – vielleicht noch eine Zuckerfreisteuer oder Salzsteuer oder Luftsteuer? Diese Leute müssen weg, die überlegen heute schon, was man dem kleinen Mann aus der Tasche ziehen kann. Diese Politiker sind untragbar.

Günter Kopp

Allershausen

Die Grünen spalten die Gesellschaft mit ihren Forderungen zur Verteuerung von Benzin, Heizöl und jetzt auch noch von Fleisch. Finanzielle Mehrbelastungen treffen nur Menschen, die sowieso jetzt schon jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Ein Gutverdiener wird kein Gramm weniger Fleisch essen oder in die stets volle und unpünktliche Bahn umsteigen oder gar seinen SUV gegen ein kleineres Auto eintauschen. Das einzige Mittel für eine alle gleich betreffende Maßnahme zur CO2-Einsparung ist ein Tempolimit, und das könnte auch noch sehr schnell eingeführt werden.

Siegfried Christa

Unterschleißheim

Jetzt reicht’s! Ich habe es satt, mir ständig sagen zu lassen, was ich tun darf, und was für ein Verbrecher an der Zukunft irgendwelcher Enkel ich bin. Macht endlich Schluss mit dieser Bevormundung, von Bürgern und Bürgerinnen, die diesen Staat vorangebracht haben. Was ist der Unterschied zwischen einer brauen Diktatur, und einem grünen Verbotsstaat? Beides entspricht nicht dem, was wir uns erwünscht haben, als wir noch jung waren. Wir lebten in einer weltoffenen Gesellschaft. Leben und leben lassen, trotz des kalten Krieges. Oder gerade deshalb? Meine Generation, hat den Ersten Weltkrieg abbezahlt, ist für die Schulden aus dem Zweitem grade gestanden und hat den jetzigen Wohlstand erarbeitet und gesichert bzw. tut es noch. Was erlauben sich diese Nachkommen der Nullbock-Generation, etwas zu fordern, ohne zu wissen was eigentlich? Und unsere glorreichen Staatslenker wissen darauf keine andere Antwort als neue Abgaben und Steuern, die hinterher genauso wenig abgeschafft werden wie die Schaumweinsteuer (Kriegsmarine) und der Soli (blühende Landschaften). Die Erde erwärmt sich im Zyklus mit oder ohne uns. Wir können Erdbeben, Stürme, Hochwasser etc. vorhersagen, aber nicht verhindern! Weder durch Gras fressen, noch durch sinnlose Bepreisung und Steuern.

Ernst Leonhard Kugler

Freising

Wie ich gelesen habe, was die Grünen nun wieder planen dachte ich nun wird es hinten höher als vorne. Klima-Aufpreis für Fleisch. Gilt das auch für die anderen Länder von denen wir Fleisch beziehen? Wäre es nicht sinnvoller Fleischtranporte aus aller Herren Länder zu stoppen und sich mit Fleisch aus der Region zu versorgen? Warum müssen Schweinehälften von den Niederlanden nach Südtirol gefahren werden damit daraus original Südtiroler Speck wird, oder warum fährt man tausende von Hühner von Bulgarien nach Deutschland? Würde dieses vermieden könnten wir schon mal viel CO2 sparen. Die Grünen Diktatur nimmt immer abstrusere Formen an. Schilder an den Türen die zeigen ob jemand Öko ist, erinnert an vergangene Zeiten. Kontrollieren wer Fleisch ist usw usw. Es ist auch bedauerlich dass alle Menschen nun durch eine Ökosteuer bestraft werden. Auch diese die nicht dauerhaft online sind, oder mal nach Kalifornien fliegen um Eis zu essen. Oder die sich jeden Tag duschen müssen, sogar auf Berghütten findet man diese sogenannten Klimaschützer. Sie fragen allen Ernstes ob es heißes Wasser zum Duschen gibt. Luxus muß es für diese Personen schon sein. Die Gletscher schmelzen oben und unten auf den Hütten wird geduscht und die Handys aufgeladen. Man muß überall erreichbar und alles posten. Da wäre doch schon mal ein großes Einsparpotential. Warum nutzen wir nicht Gewohnheiten von früher? Ich bin 1958 geboren. Es gab nur Sonntags einen Braten, und da gab es das größte Stück für Papa. Unter der Woche waren wir gezwungenermaßen Vegetarier, wir hatten kein Geld. Es gab was der Garten hergab. Ab und an Ei. Ich war nicht mangelernährt und ich bin groß und schlank gewachsen. Diesen Zwang Veggie oder Vegan zu sein nimmt viel zu viel Raum ein. Wir haben viel mehr Probleme die innerpolitisch wichtiger sind als nur das Klima. Doch es ist einfacher davon abzulenken als sie anzugehen. Viele Menschen in Deutschland leben zwangsweise ohne richtige Ernährung weil sie es sich nicht mehr leisten können. Da brauchen wir nicht noch zusätzlich eine Steuer und höhere Strompreise. Tafelkonsumenten werden immer mehr, jedes fünfte Kind ist von Armut bedroht. Das sind Probleme. Schade dass man diese Sachen vergisst. Es ist halt Hip wenn man vom Klima spricht.

Ruth Kunzmann

Bad Tölz

Die grünen Spitzenpolitiker strotzen diese Tage vor Siegesfreude über das verteuerte Klimapaket. Die CDU/CSU war im Vermittlungsausschuss Bundestag / Bundesrat umgefallen, die SPD spielte stilles Mäuschen. Der Sieg der Grünen wird sie teuer zu stehen kommen. Statt Euphorie hätten sie in den Kalender schauen sollen. Falls die nächste Bundestagswahl erst in 2021 stattfindet, wird der Wähler dann schon schmerzlich in seinem Geldbeutel spüren, was die Klimasteuer ihm kostet. Die Grünen sind schon einmal heftig abgestraft worden, als sie in den 90er Jahren 5 DM je Liter Benzin forderten. Jetzt leisten sie kostenlose Wahlkampfhilfe für die AfD in der Illusion, mit höheren Steuern die Welt zu retten. Politik und Medien informieren kaum, was tatsächlich auf jeden Einzelnen zukommt.

Bekannt ist bisher, dass der Dieselpreis und analog Super um 8 Cent in 2021 und um 14 Cent in 2025 steigen wird. Bei den Heizkosten trifft es alle: Laut Energiedienstleister Insta werden für eine Beispielwohnung von 71 qm die Heizkosten bei Öl von jährlich 720 EUR auf 1.596 EUR = 221% und bei Gas von 540 EUR auf 1.200 EUR = 222% steigen. Anzumerken ist, dass diese Kosten vom Mieter kaum zu beeinflussen sind. Wer als Rentner im eigenen Haus wohnt, wird in vielen Fällen die Aufwendungen für Verbrauchssenkungen ab 20.000 EUR Investition nicht aufbringen können oder wollen. Es trifft also einmal mehr Geringverdiener und Rentner. Nicht zu vergessen, dass die Wirtschaft, insbesondere Mittelständler, ebenfalls betroffen sind. Die Regierung kalkuliert zusätzliche Einnahmen von 9 Mrd. EUR in 2021 und von 16 Mrd. EUR in 2025. Das Märchen von Rückzahlung der Klimasteuer ist inzwischen Thema für den Karneval.

Bisher gibt es keinerlei Informationen, um wieviel der Strom günstiger werden soll. Dass Deutschland den teuersten Strom in Europa hat, liegt an dem Erneuerbare Energieen Gesetz (EEG). Auf dieser Basis wurden seit Fukushima über 500 Milliarden bei Bürgern und Wirtschaft kassiert. Die Wirkung auf das Klima ist bekanntlich unwesentlich. Der Widerspruch in sich ist, dass wegen der Klimasteuer die EEG Umlage reduziert wird. Wir alle dürfen uns auf 2021 freuen, denn alles wird teurer werden, eben weil für alle Produkten Energie notwendig ist und sie zum Verbraucher transportiert werden müssen. Fröhliche Weihnachten!

Dr. Christoph Unterberg

Forstern

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