Leserbrief

Zum Gülle-Problem

Bauernverband fordertSöders Einsatz in Berlin;Bayern 4. November

Die Bauerndemos haben gezeigt, dass Einigkeit unter den Bauern möglich ist. Es hat geheißen, dass jetzt die Politik am Zug ist. Diese ist hilf- und ahnungslos, die Problematiken zu lösen. Bisher gaben Industrie und Konzerne die Produktionsweisen in der Landwirtschaft vor, umgesetzt von Politik, Beratung und Ausbildung. Den Bauern wird vorgeworfen, dass sie den falschen Weg gehen, was berechtigt ist. Die Forschung, Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Bayern macht seit Jahren mangelhafte Versuche mit Berechnungen ohne zu messen, fern der landwirtschaftlich fachlichen Praxis. Bei den Bauern ist viel Wissen vorhanden. Warum soll Staat, Behörden, Industrie, usw. noch „geglaubt“ werden? Die einen schauten weg, die anderen nur auf eigenen Profit, auf Kosten der Bauern. Deshalb sind die Bauern gefordert, Lösungen, selbstkritisch einzubringen und umzusetzen, damit Ansehen und Wertschätzung in Land und Bevölkerung zurückkommen. Beispiel Düngeverordnung: Belegt ist, dass mit maßvoller qualifizierter Breitverteilung der Gülle weder Nitrateintrag noch Emission verursacht wird. Diese Probleme verursacht vor allem Mineraldünger, die Gülle wird ausnahmslos schlecht gemacht. Siehe unter IG-gesunde-Gülle Download. Fasshersteller können keine Emissionsreduzierung bei der streifenförmigen Ausbringung garantieren. Belegt ist, dass bei Regen die Emission mit Injektion, 132 %, Schleppschlauch, 152 %, Schleppschuh liegt dazwischen, wesentlich schlechter als der Breitverteiler bei 100 %, liegen. Bei Sonnenschein verursacht die streifenförmige Ausbringung oftmals Güllewürste, die die Clostridiengefahr steigern. Durch die organische Güllebehandlung können Humusaufbau, Fütterung der Bodenorganismen und weitere positive Wirkungen wie Klimaziele erreicht werden. Diese Maßnahme muss Einzug in die bayerische Landwirtschaft halten.

Kein Einsatz der risikobehafteten Schwefelsäure zur Güllebehandlung, wie von der LfL propagiert, ein Abfallprodukt aus der Industrie und im Biolandbau verboten. Die Erweiterung der Gülle-sperrzeiten sind kontraproduktiv bei Klimawandel und Verlängerung der Vegetationszeiten. Vernünftig ist eine Sperrzeit in den heißen Monaten Juli, August.

Hans Spitzl

Straußdorf

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