Leserbrief

Einsatz für jagdliche Interessen

Dominik Göttler: Wahl des Jägerchefs auf der Kippe; Bayern 13. März

Prof. Vocke hat aus einem mäßig organisierten Mitgliederverband mit nunmehr fast 25-jährigen selbstlosen Einsatz ein einflussreiches Netzwerk für die bayerischen Jäger geschaffen. Als einziger Landesverband in Deutschland vertritt der Bayerische Jagdverband (BJV) jagdliche Interessen alleinverantwortlich und zudem mit großem Erfolg in Berlin. Die Stimme des Freistaates hat Einfluss, und geht in der Bundeshauptstadt nicht unter – so wie die anderer Bundesländer. Ebenso hat sich der BJV unter Prof. Vocke zu einer respektierten Größe in Brüssel und Europa etabliert. Der Verband hat seit Jahren die Herausforderungen, die Wild und Forst in unserer Zeit mit sich bringen, angenommen und setzt sich für einen nachhaltigen Erhalt unseres regionalen Lebensraums ein. Für manche mag ein Strukturwandel nicht schnell genug gehen. Aber die meisten wissen aus eigener Erfahrung, dass dabei niemand zurückgelassen werden darf. Nicht jeder hat das gleiche Tempo. Dies erfolgreich zu gestalten, ist die Aufgabe des Präsidenten. Und dies hat Prof. Vocke bisher vorbildlich geleistet. Wenig förderlich ist hingegen, die Anpassung mit dem Brecheisen erzwingen zu wollen. Strafanzeigen, anstatt überzeugend den Weg über den verbandsinternen Weg aktiv zu gestalten. Jeder Verband ist Änderungen unterworfen, und jeder Verband wird sich auch der Moderne anpassen. Rezepte dafür gibt es nicht, aber Vertrauen darf nicht missbraucht werden. Der amtierenden Schatzmeisterin Frau Maurer ist das Vermögen des Verbandes anvertraut worden, deren Richtigkeit der Abrechnung bereits vom Bayerischen Obersten Rechnungshof erfolgreich und unbeanstandet überprüft worden ist. Als tätige Wirtschaftsmediatorin sollte ihr das konstruktive Beilegen eines Konfliktes gleichsam in die berufliche Wiege gelegt sein. Eine verbandsinterne Aufarbeitung und eine außergerichtliche Konfliktregelung wären sinniger angelegt, als ein fast sechsstelliger Betrag zu Lasten des Verbandes für unsinnige Gutachten. Dabei geht es eigentlich allen nur darum, die wunderbare Kulturlandschaft Bayerns zu erhalten und die Artenvielfalt mit naturnahen Lebensräumen für die Nachwelt zu sichern.

Achim von Draminski

Karslfeld

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