Überlebensrecht

Jäger wollen Jagd auf Wolf – im Notfall; Bayern 12. April

Der Wolf im Jagdrecht hat nur dann einen Sinn, wenn er dadurch besser geschützt würde. Nach dem Motto des Ökologischen Jagdverbandes, wächst der Wald, wo der Wolf jagt. Beim BJV sieht hingegen mancher den Wolf als persönliches Freiwild und fordert dafür das Gesetz. Den Ernstfall würde hingegen auch heute schon ein Managementplan regeln. Nicht so ist es leider beim Überlebensrecht aller anderen Beutegreifer. Zum waidgerechten Jagen gehört allemal, dass der Jäger auch nutzt, was er erjagt. Wenn Füchse auf dem Mist landen oder in der Gefriertruhe, ist das zweifellos nicht der Fall. Da Füchse noch nicht die längst überfällige Schonzeit haben, verhungern Fuchsbabys, wenn man ihnen die Mütter wegschießt. Sinnvoll ist Fuchsjagd nur, wenn der Pelz verwertbar ist, das wäre Mitte Oktober bis Mitte Febrruar. In der übrigen Zeit ist monatelange Schonzeit längst überfällig. Überfällig ist ganzjährige Schonzeit auch bei den Mäusefressern Mauswiesel und Hermelin. Ebenso für den Rattenfresser Iltis oder für den Dachs und den Fischotter. Überfällig ist auch, dass man dem Beispiel der Nachbarländer folgt und die tierquälerischen Schlagfallen endlich verbietet. Waidgerecht jagen geht die Jäger des BJV genauso an wie die des Ökologischen Jagdverbandes. Jagd auf Wölfe zu fordern, ist einfach zu wenig. 

Wolfgang Alexander Bajohr ÖJV, Gilching

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