Kein guter Einstand

Gerti Reichl: Nachbarn stinkt Bäckerei: Anwalt eingeschaltet; Bayern 30. August

Ich wohne seit fast 58 Jahren gegenüber einer Bäckerei und kann die Probleme des zugezogenen Ehepaares in Rottach-Egern überhaupt nicht nachvollziehen. Aber darum geht es jetzt auch nicht. Es geht darum, dass Leute aus anderen Teilen Deutschlands ins schöne Bayernland ziehen, um dann alles abzuschaffen was jenen die schon Jahrzehnte hier wohnen, die hier aufgewachsen sind, lieb und wichtig ist. Um sein Ziel zu erreichen, nimmt man sich dann gleich einen Anwalt, bemüht die Behörden und Gerichte. So was nenne ich einen richtig guten Einstand in die Gemeinschaft vor Ort! Die Kuh darf nicht mehr muhen, der Gockel darf nicht mehr krähen, die Kirchenglocken nicht mehr läuten, die Kinder am Spielplatz nicht mehr spielen und neuerdings stört auch der Semmelgeruch des Bäckers. Geht’s eigentlich noch! Was kommt denn als nächstes? Vorschlag: Kein Dirndl mehr anziehen und die Lederhose bleibt auch im Schrank, weil der Anblick für die Zugezogenen einfach unerträglich ist? Wie soll das noch weitergehen? Gerne definiere ich mal was für mich unerträglich ist: Es sind Leute wie das Ehepaar aus Rottach-Egern offensichtlich mit Charaktereigenschaften ausgestattet, die ich als impertinent, respektlos und dummdreist bezeichnen möchte. Ich hoffe sehr, dass sich eine starke Bürgerschaft um Frau Tremmel bildet und sie unterstützt. 

Maria Hartl Olching

Wie hirnverbrannt muss man denn sein, aufs Dorf zu ziehen und sich nicht vorher in der Nachbarschaft umzuschauen? Um dann sich gegen eine jahrzehntelang bestehende Bäckerei zu beklagen. Hat doch der Bürgermeister Recht, wenn er der Bäckerei Tremmel zur Seite steht. Hoffe doch, es gibt auch noch genügend andere Bürger, welche das gleiche erfolgreich tun. Den Advokaten ist es egal, er verdient bei dieser absurden Verteidigung.

 Helmut Kerscher Puchheim

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