Leserbriefe

Rund ums Klima

Phillip Plesch: Grüne „Schnitzelsteuer“ empört Bauern;Bayern 20. Dezember

Es ist wichtig, den Unterschied zwischen Klima und Wetter festzustellen. Das Wetter ist der Zustand der Atmosphäre an einem Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt. Das Klima hingegen ist die Erfassung des Wetters über einen langen Zeitraum, typischerweise 30 Jahre. Es können Trends festgestellt werden, wie die global steigende Durchschnittstemperatur. Viele bedienen sich unzuverlässiger Wettervorhersagen als Beispiel, wieso dem Konsens von Klimawissenschaftlern nicht zu vertrauen ist. Der wichtige Unterschied zwischen den Prognosen ist, dass Wettervorhersagen sehr spezifisch sind und mit vergleichsweise wenig Information gestellt werden. Die Veränderung des Klimas belegen viel mehr Daten, und der lange Erfassungszeitraum gleicht Extreme aus. Der Konsens unter Wissenschaftlern ist, dass es zu starken, von Menschen verursachten Veränderungen kommen wird. Über Einzelheiten wird unter den Experten diskutiert, aber in diesem Punkt sind sie sich einig. Um es salopp zu formulieren; Wer an einem Abend zu viel Wein trinkt, braucht nicht unbedingt Hilfe. Wer das über 30 Jahre regelmäßig tut, ist Alkoholiker.

Felix Christ

Wartenberg

Wer auch immer glaubt, dass es bei den wenigen Cent Erhöhung des Sprits bleibt, der irrt sich leider, denn es wird eine Welle der Preiserhöhungen folgen. Auf den Sprit kommt die Energiesteuer sowie die Mehrwertsteuer. Als Weiteres wollen die Ölkonzerne auch noch etwas von dem Kuchen abhaben. Dann werden alle Transporte teurer, da der Sprit ja teurer ist. Dies wiederum wirkt sich auf die Waren aus, die transportiert werden, also in erster Linie die Lebensmittel, da diese ja mit Öl und Gas hergestellt werden. Und auch die Hersteller der Lebensmittel wollen dann noch etwas verdienen, wie auch die Angestellten, die die Kosten hauptsächlich tragen. Im Endeffekt gibt es eine Preiserhöhung von 1-2 Euro und nicht ein paar Cent.

Wolfgang Ewald

Olching

Nach der Zertrümmerung des Rentensystems durch Schröder, der Geburt von Hartz IV und einigen Fehlgeburten stolperte Merkel in Begleitung von FDP und SPD über Höhen und durch Tiefen. Der Absturz ist in Sichtweite. 2015 flammende Proteste. Merkels Antwort: „Wir schaffen das“. Bundespräsident Gauck legte noch einen drauf: „Bürger müssen großherziger werden“. Seehofer forderte Schließung der Grenzen. Merkel lehnte ab. Deutschland ist ein reiches Land. Meinen auch die Grünen. Dieser Streit bescherte der AfD einen beachtlichen Stimmen-Zuwachs.

Überdies plädiert Habeck für die Aufnahme von 4000 Kindern – Halbwüchsige, Herr Habeck! – aus Griechenland. Werden sie von den Grünen aufgenommen oder die Kosten wieder dem Steuerzahler aufgebürdet? Herr Heinrich Bedford-Strohm könnte ihnen helfen. Die dümmste aller Untaten ist der Versuch, uns, dem Volk, weiszumachen, dass das Klima auf Steuerzahlungen reagiert (CO2). Auch der Verzicht auf Fleisch soll Wirkung zeigen. Hinterhältig und gemein finde ich die Einbindung von Schulkindern in Funk und TV in den Klimawahn.

Karl-Heinrich Kuhlmann

Fürstenfeldbruck

Ich habe gestern auf dem Weg zum Germeringer See die riesige schwarze Wolke des Brandes in Puchheim beobachten können, eine Stunde lang. Da gelangte eine Menge Feinstaub in die Luft. Wie kann man wohl so etwas mit einer Steuer verhindern? Das Klimapaket ist eine Augenwischerei, Abzocke der Menschen und verhindert gar nichts. Man könnte sich die Haare raufen.

Jutta Schweickert

Germering

Vegane Schweineschnitzel und Klimapass, gibt’s so was? Es ist immer wieder erstaunlich, mit welchen kruden Ideen (veganes Essen für alle, grüne Hausnummern für Gutmenschen, Klimapass, Schnitzelsteuer usw.) die Grünen immer wieder auf sich aufmerksam machen müssen. Bürger, die deren Ansinnen nicht zustimmen, sollen dann über alle möglichen Einschränkungen wie Verbote, Anordnungen und Gesetze „diszipliniert“ werden. Die dabei angedachten Maßregeln sollen selbstverständlich nicht für die Grünen gelten, da diese ja doch zum einen ihre Seele in den Anden baumeln lassen oder in LA das Speiseeis auf seine Konsistenz bezüglich CO2-Gehalt kontrollieren müssen. Wo Fliegen für andere stark eingeschränkt werden soll, sind die Grünen einfach Weltmeister. Dabei ist für die Grünen der anfallende CO2-Ausstoß vernachlässigbar, ist man doch nicht mehr auf wissenschaftliche Untersuchungen angewiesen. Auch eine Prüfung, ob auf den Fidschi-Inseln oder in Grönland tatsächlich noch „Klima“ ist, reiht sich hier lückenlos an die Forderung von Frau Roth nach einem „Klimapass“ für 100 Millionen staatenloser Flüchtlinge aus besonders vom Klimawandel bedrohten Ländern ein. Wofür soll der gut sein? Nunmehr soll Deutschland nach Habeck 4000 Kleinkinder, die sich als unbegleitete Jugendliche entpuppen, aufnehmen. Wenn man das alles hört und liest, weiß man, wo die Populisten sitzen! Man kann sich nur noch an den Kopf fassen. So verwundert es auch wenig, dass im Parlament „Politiker“ sitzen, die nicht einmal in der Lage sind neben einer abgeschlossenen Berufsausbildung/Studium auch entsprechende betriebliche Erfahrungen nachweisen können, ihre Schäfchen (Bezüge, Pensionen) als Abgeordnete aber trotzdem lukrativ in‘s Trockene bringen, große Klappe inbegriffen, denn in der Industrie wären viele aus diesem Personenkreis – einschließlich der Kobolde in den Batterien - einfach nicht vermittelbar. Unsere Parlamentarier sollten sehr wohl darauf achten, dass die Volksseele – nicht irgendwann überkocht und es zu gewaltsamen Exzessen - ähnlich wie in Frankreich die Gelbwesten – kommt. Deutschland ist sicher bis zu einer gewissen Grenze „leidensfähig“, aber diese Grenze dürfte langsam überschritten sein.

Michael Thies

Grafrath

Irgendwie versteht die ganzen Debatten und überstürzten Aktionen keiner mehr!! Wir stellen unsere modernen und wohl technisch auf dem höchsten Niveau betriebenen Kraftwerke ab und beziehen unseren Strom dann von wo? Vom Rest der hirnlosen Vorhaben wir Steuern auf Fleisch (kommt das Geld etwa beim Züchter an?), Pendlerpauschale erhöhen aber erst ab dem 21. Kilometer? Dann bekommen die, die bisher ab dem 10. Kilometer erhielten, eh keine mehr erstattet! Abschaffen? Wo sollen denn die Menschen auf dem Land dann arbeiten, wenn nicht genügend Arbeitgeber in der Region sind bzw. der Qualifikation entsprechenden Arbeitgeber in der Umgebung sind? Die Herrn Politiker leben in einer Welt, in die wir als Otto Normalbürger nicht mehr hinein passen.

Oberste Priorität hätte für mich ohnehin, die Brände des Regenwaldes zu stoppen! Was ist damit? Werden von den künftig im Klimapaket erhobenen Steuern Flächen der Regenwälder gekauft, um in Naturschutzflächen umzuwandeln? Es wird höchste, nein allerhöchste Zeit dieses Ziel in Angriff zu nehmen! Aber dahingehend höre ich nichts von unserer Regierung! Oder haben uns das die Medien bisher vorenthalten? Muss erst wieder eine Greta Thunberg ihren Mund aufmachen? Ich sehe schwarz für unser aller Zukunft.

Sieglinde Wagner

Peiting

Bevor Frau von der Leyen ihr Mäntelchen in den Klimanotstandswind hing, bezeichnete sie die Befassung mit der Migration als vordringliches Thema ihrer Arbeit als EU-Kommissionspräsidentin. Leider hört man davon nichts mehr, obwohl das Thema wirklich wichtig ist. Der Habecksche Vorschlag, Kinder aus Lagern nach Deutschland zu holen, hört sich menschenfreundlich an, ist aber wohl wenig zielführend. Mittel- bis langfristig hilft nur die Beseitigung der Fluchtursachen in den Emigrationsländern: eine konsequente Friedenspolitik der EU anstelle von Waffenexporten und Kuscheln mit Machthabern; Unterstützung bei der Schaffung tragfähiger Wirtschaftssysteme an Stelle der Ausbeutung von Arbeitskräften in Billigklamottenfabriken; Zugang zu Bildung, insbesondere für Frauen und Mädchen, in der Folge ein allmählicher Rückgang der Geburtenraten und mehr Wohlstand für die Menschen in diesen Ländern. Viele Hilfsorganisationen leisten in den Ländern vor Ort bereits eine großartige Arbeit, an welche die EU anknüpfen könnte, wenn sie denn wollte.

Edith Glas

Petting

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