Keine Lösung für das Problem

Bettina Stuhlweißenburg: Ein Bauer legt sich mit München an; Bayern 24./25. Februar

Keine Lösung für das Problem; Die Planung, das Wasserschutzgebiet zu vergrößern wird auf Dauer keine Lösung für das Problem Trinkwasserbeschaffung sein. Da erfährt man ganz nebenbei in Ihrem Bericht, dass die Stadt München seit 200 Jahren vom Mangfalltal Wasser bezieht und keinen Pfennig dafür bezahlt hat, ausgenommen der damalige Kauf des Grundstückes und die teilweise Zwangsenteignungen die man skrupellos umgesetzt hat. Nun will man an diesem System festhalten, eine mir nicht nachvollziehbare Handlung. Wenn die Prognose bis 2030 stimmt, dann ist die Entscheidung das Schutzgebiet zu vergrößern nicht die Lösung. Was ist bis 2060 geplant, die Renaturierung der Stadt Miesbach oder solls gleich bis Bayrischzell gehen? Das einzige was hier angebracht ist, ist Wasser zu sparen und die Menschen für das höchste Gut zu sensibilisieren. Das würde schon in der Schule anfangen. Zudem müsste man sich Gedanken um mehr Kläranlagen und evtl. Auffangbecken für Niederschläge machen. Nur mehr abpumpen wird auf Dauer den Grundwasserspiegel noch mehr senken, dies zeigt sich bereits in den letzten Jahren in denen viele Almbauern ihre Almen früher verlassen müssen, da es am nötigen Wasser fehlt. Das sogenannte Baumsterben in höheren Regionen ist für mich ebenfalls ein Zeichen für die Senkung des Grundwasserspiegels. Herrn Alois Fuchs kann ich nur wünschen, dass er weiterhin die Kraft gegen den Riesen Stadt München aufbringt und sich nicht unterkriegen lässt. Es ist schon interessant, jeder will Bio, aber den Bauern, der sich die Mehrarbeit und die Auflagen antut, lässt man mit seinen entstandenen Problemen links liegen. 

Manfred Meier Hausham

Als ich 1970 für die Schulen in München die Dia-Reihen „Trinkwasser für München“ und „Abwasser von München“ angefertigt habe, war es schon bekannt, dass die Wasserversorgung nicht unbegrenzt möglich ist. Die gute Wasserqualität vom Taubenberg ist nicht unendlich zu erhalten. Man hat dann zusätzliche Brunnen im Loisachtal gebaut, aber auch hier ist nicht an unbegrenzte Mengen zu denken. So wird das Wasserproblem bald für München ein schier unlösbares Rätsel werden, wo soll Wasser für 1,8 Millionen oder mehr Menschen erhaltbar sein? Auch die unglaubliche Verschwendung vom Lebensmittel „Wasser“ wird sich rächen, weil nichts auf der Erde ohne Ende ist und jede Vergeudung und Verschwendung Folgen hat. Für die Zukunft sollte sich die Politik einmal Gedanken machen, wie Land- und Stadtbevölkerung mit dem immer weniger und kostbaren Wasser versorgt werden kann. 

Karl Schillinger München

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