Leserbrief

Minimierung des Flutrisikos

Katrin Woitsch: Forscher ermitteln Flutrisiko im Oberland; Bayern 23. August

Diese Idee, das Gelände per Laser abzutasten und die Wasseraufnahmefähigkeit desselben in eine Software einfließen zu lassen, um daraus ein örtliches Flutrisiko abzuleiten, ist einfach genial! Vorausgesetzt, die Software ist fehlerfrei und bekommt genug „Futter“. Dies setzt ein möglichst engmaschiges Abtastraster voraus – zumindest an den entscheidenden Stellen. Dieses Projekt sehe ich als hochwirksame und unabdingbare Voraussetzung, um zukünftige bauliche Maßnahmen zur Minimierung des Flutrisikos wirksam und mit möglichst niedrigen finanziellen Aufwand umzusetzen und letztlich sogar als Grundlage für ein Bauverbot zu verwenden, wenn es die Situation erfordert. Man denke hier an den aktuellen Fall „Ahrtal“, wo alles mit sehr hohem finanziellem Aufwand wieder im alten Zustand an selber Stelle aufgebaut werden soll, um dann, kaum damit fertig, fassungslos mitansehen zu müssen, wie alles eventuell wieder weggeschwemmt wird, wenn es ganz schlecht läuft. Im Zuge des Klimawandels wird es sicher nicht erst wieder in 100 Jahren zu einem solchen Starkregenereignis kommen.

Der Klimawandel ist nicht aufzuhalten, da werden auch noch so drastische Anordnungen unserer Regierenden zur Reduzierung des CO2 nichts bringen, weil dies einfach nicht die Ursache hierfür ist! Anstatt die zurzeit eh bescheidenen finanziellen Mittel auf die Schadensbegrenzung von Starkregen zu fokussieren, wird das Geld zur vermeintlichen Klimastabilisierung zum Fenster rausgeworfen.

Als Grundlage für eine optimale Auslegung schadensbegrenzender Maßnahmen gegen Starkregen sollte deshalb dieses Forschungsprojekt mit höchster Priorität vorangetrieben und möglichst schnell zum Abschluss gebracht werden. Die finanziellen Mittel sind hier jedenfalls besser investiert, als dem hirnlosen Versuch, einen Klimawandel aufzuhalten.

Leonhard Daisenberger

Paterzell

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