Dienst am Menschen

Katrin Woitsch: „Der Markt ist leergefegt“; Bayern 27. Juli

Der Artikel sagt eigentlich alles aus, woran es mangelt – und das eben nicht erst seit heute und nicht nur in der Pflege: Zeit und damit auch Personal. Der neue Mindestlohn im Pflegebereich ist ein Hohn, keine Anerkennung. Heuer sind Bundestagswahlen. Aber hat eine der Parteien das Thema „Dienst am Menschen“ (Gesundheitswesen, Bildung, Verkehrswesen, Polizei u. a.) in seinem Programm? Natürlich nicht, denn offenbar ist das in den Augen der meisten Abgeordneten oder von denen, die das werden wollen, nicht Aufgabe der Politik! Und wenn da etwas zu finden ist, dann höchstens noch im Kleingedruckten - und im Lob für die Ehrenamtlichen, die da hoch willkommen sind, weil sie ja schließlich nichts kosten. In der Politik geht es auch nur um grenzenloses Wachstum und Gewinnmaximierung in der Wirtschaft. Und die ist besonders im Gesundheitswesen fehl am Platz. Der Mensch ist so krank und hilfsbedürftig, wie er es eben ist und nicht, wie es eine Fallpauschale vorgibt! Leider sind diejenigen, welche die Hilfe dazu von politischer Seite bräuchten in der Minderzahl, bzw. sie sind gar nicht mehr in der Lage, wählen zu können. Und leider haben die Menschen und Organisationen, welche sich dieser Themen angenommen haben, nicht die Mittel, um genug Lobbyarbeit leisten zu können, damit hier endlich etwas vorwärts geht. 

Ingrid Novosad Planegg

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