Wahn

Pokémon Go – gesund und gefährlich zugleich; Bayern 29. Juli

Pokemon gesund? Als ich den Kommentar des Vertreters der Technikerkrankenkasse gelesen habe, musste ich nicht, ob das ernst gemeint kann. Da rät tatsächlich eine Krankenkasse mittels eines mehr als fragwürdigen Spiels, die Kinder ins Freie zu locken, damit sie gesund werden. Damit braucht es keinem Sport und keine Sportvereine mehr und man kann sich sogar den Sport in der Schule schenken. Her Bredl, das war das Eigentor des Jahres. 

Maria Cajkovski München

Der Beitrag des Vertreters der T-Kasse ist total revolutionär. Kauf den Kindern ein Smartphone und schickt sie auf Pokemon-Jagd. Dann gibt es keine gesundheitlichen Probleme und keine Haltungsschäden mehr und die Krankenkasse spart die Arzt und Arznei kosten. Herr Bredl weiß auch wider jede pädagogische Einsicht, dass auch langer Medienkonsum nicht schadet, wen die Kinder einen Abstand von 40 cm einhalten. Vielen dann für diese wertvolle Aufklärung. 

Adam Fabian Eichstätt

Es darf doch nicht wahr sein, dass ein Vertreter einer Krankenkasse einen solchen Unsinn daherredet! Unsere Kinder sollen also mit diesem höchstproblematischen Pokemon-Wahn aus Japan gesunden. Da stundenlange Starren auf Displays, so wissen wir jetzt, ist total unschädlich, wenn man mindestens 40 cm Abstand hält. Gäbe es einen Blödsinnsorden zu vergeben, Herr Bredl hätte ihn ab erster verdient. 

Fritz Tischer München

Ich habe die Ansage von Herrn Bredl dreimal gelesen, um mich zu überzeugen, dass ich mich nicht verlesen habe. Für mich ist es unfassbar, dass der Vertreter einer angesehenen Krankenkasse einen solchen Unsinn reden kann. Wenn wir nichts anders mehr gegen die gesundheitlichen Probleme unsere Kinder wie Rückenschmerzen und Übergewicht anbieten können und nur noch die Motivation haben, sie mit diesem dümmlichen Blödsinn an die frische Luft zu locken, wo sie dann auf Pokémonjagd nur noch auf ihr Gerät starren, dann bedeutet das wohl den endgültigen Konkurs jeder Gesundheitserziehung. 

Helmut Zöpfl München

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