Eigenartige Politik

Katrin Woitsch: „Die Stimmung wird schlechter“; Bayern 7./8. Oktober

Einerseits werden wir wegen des demografischen Wandels schon mit der Rente ab 70 bedroht, andererseits gibt es eine ganze Reihe junger, arbeitswilliger Flüchtlinge, denen man nur Steine in den Weg legt. Während die Kriminellen unter den „Zuwanderern“ alle Möglichkeiten ausschöpfen dürfen, um ihre Abschiebung zu verhindern, dürfen engagierte „anständige“ Flüchtlinge sich kaum gegen Abschiebung, Arbeitsverbot etc. wehren. Wenn es unsere Politiker schon nicht schaffen, ein ordentliches Einwanderungsgesetz zu gestalten, dann sollte man doch wenigstens für die Menschen, denen wir Tür und Tor geöffnet haben und die ihre Chance nutzen wollen (mögliche Arbeitgeber sind sicher in der Lage, entsprechend zu filtern!), eine ordentliche Lösung finden. Während Millionen von uns jedes Jahr im Süden Sonne tanken, um endlich eine schöne braune Haut zu bekommen, stören wir uns daran, wenn jemand das ohne Hautkrebs-Risiko schafft. Gerade in unserem Land, wo in den letzten 2500 Jahren Kelten, Römer, diverse, nicht homogene Germanenstämme, Awaren, Hunnen, Missionare von den britischen Inseln, Ungarn, Franzosen, Zuwanderer aus Europas Bergbau-Gebieten, Gastarbeiter etc. gewohnt haben, durchgezogen sind bzw. hier wohnen, und nicht zuletzt seit der unseligen Zeit des 2. Weltkrieges, sollten wir doch gelernt haben, tolerant zu sein. Noch dazu, wo uns die Wirtschaft ständig versichert, dass es Tausende unbesetzte Lehrstellen gibt, also dringender Bedarf an „Azubis“besteht. Abgesehen davon haben sich unzählige Ehrenamtliche für Deutschunterricht und sonstigen Integrationsmaßnahmen eingesetzt, die sich inzwischen ziemlich veräppelt vorkommen. Glauwürdige Politik schaut anders aus. Klare Regeln für Anständige und gegen Kriminelle würden sicher manche Protestwahl verhindern! 

Marianne Schamberger Peiting

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