Vermeidbar

Nina Gut: „Unbehandelt eine massive Gefahr“; Bayern 18. August

Nach den mir vorliegenden Informationen steht fest, dass der 28-jährige Täter nach wie vor eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt, unbehandelt von ihm eine massive Gefahr ausgeht und er durch psychische Krankheiten in seiner Familie erheblich vorbelastet ist, was sich durch sechs Aufenthalte in einer Psychiatrie zwischen 2014 und 2016 widerspiegelt. Trotz dieser Kenntnis wurde ein Tag vor der Bluttat zugelassen, dass der Täter entgegen ärztlichem Rat auf eigenen Wunsch die Psychiatrie verlassen kann. Zweifelsohne hat jeder Insasse einer Psychiatrie das Recht auf freie Meinungsäußerung, aber, ob er bei den gegebenen Gefahrenmomenten die Psychiatrie verlassen darf oder nicht, obliegt ausschließlich der ärztlichen Leitung der Anstalt und darf bei der bekannten Abhängigkeit von der gesicherten Einnahme bestimmter Medikamente auf keinem Fall dem alleinigen Willen des Insassen überlassen bleiben. Der Täter selber äußerte später vor Gericht: „Ich wünschte, ich wäre in der Klinik geblieben und hätte meine Medikamente genommen.“ Mein Fazit: Diese Bluttat hätte vermieden werden können, wenn die Verantwortlichen bei der Vorgehensweise zur Entlassung auf eigenen Wunsch entgegen ärztlichen Rat die nötige Vorsicht hätte walten lassen, um die Allgemeinheit, aber auch den Patienten, zu schützen. Hier müssen umgehend die bestehenden Regeln überarbeitet werden.

 Otto-Erwin Ebert Glonn

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