Gewalt verherrlicht

Melina Staar: Rabiater Skifahrer schlägt Retter mit Skistock ins Gesicht; Bayern 22. Februar

Wen wundert’s? Seit geraumer Zeit wird leider immer wieder vom respektlosen Verhalten gegenüber Rettungskräften berichtet. Aber wen wundert das? Da braucht man ja nur mal beobachten, wie Kinder miteinander umgehen, abgebrüht von Fernsehen und Co., in denen Gewalt zu jeder Zeit verherrlicht wird, fehlt jeglicher Respekt und führt zum Realitätsverlust. Da den Eltern oft die Zeit und auch das Interesse an der Erziehung ihrer Kinder fehlt, da man ja lieber am Handy tippt, als sich um den Nachwuchs zu kümmern, fehlt außer einer intakten Eltern-Kind-Beziehung auch jedes Gespür für ein soziales Zusammenleben. Viele glauben auch, das leidige Thema Erziehung an Kindergärtnerinen und Lehrer abwälzen zu können, die sind aber mit Schülern der Null- Bock-Generation auch so schon genug gestraft. In den Lehrberufen spürt man immer mehr den Trend zu: Ich mach genau dass, was sein muss, aber nicht mehr. Und warum? Weil es einfach an den Konsequenzen fehlt. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, und da man glaubt, immer im Recht zu sein, passieren solche Übergriffe. Für alle Rettungskräfte tut mir so ein rabiates Verhalten unendlich leid, da ich einen Heidenrespekt für deren ehrenamtliche Arbeit habe und hoffe, dass sich trotz solcher Übergriffe auch weiterhin Menschen für diese mittlerweile undankbaren Jobs finden. Für die Politiker würde ich mir mehr Engagement für die Helfer in der Not wünschen und dies bei Ausschöpfung des vollen Strafmaßes. An den Rowdy auf der Piste und alle Gaffer ein Gruß meinerseits: Wachen sie auf und setzen sie ihr Resthirn ein, vielleicht bringt’s ja noch was. 

Manfred Meier Hausham

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