Kleinere Klassen

Kabinett startet Schul-Reform; Bayern 26. April

Schade, dass der MM den Entwurf für das Bildungspaket nicht veröffentlicht. Dann könnte nämlich jedermann nachlesen, dass wiederum der entscheidende Schlüssel für den Bildungsfortschritt fehlt, nämlich die Bildung kleinerer Lerngruppen. Die Bildungsexperten wissen es, die Lehrkräfte wissen es, die Eltern und Schüler wissen es: Kleinere Lern- gruppen oder Klassen verbessern erfahrungs- und wissenschaftsgemäß entscheidend die Lernentwicklung und damit den Bildungsstandard unserer Schüler. Ohne Berücksichtigung dieser elementaren Erkenntnis ist jede Schul- und Bildungsreform Makulatur. Keine Frage: Das erfordert mehr Personal und mehr Geld. Aber das müssten doch unsere Kinder und unsere Zukunft wert sein. Es ist absurd, stets von Individualisierung und Differenzierung zugunsten des einzelnen Schülers zu reden, wenn zugleich nicht ins Auge gefasst wird, die Lerngruppe bzw. Klasse entsprechend den Anforderungen zu verkleinern. Jeder Pädagoge und jede Pädagogin kann die Vernünftigkeit dieser Maßnahme bestätigen und hinreichend begründen. Diesbezüglich müssten jetzt die Oppositionsparteien, die Lehrer- und Elternverbände vehement auf den Plan treten und kleinere Lerngruppen fordern – um der Achtung vor dem Individuum und seiner bestmöglichen Bildung willen. Dazu wäre allerdings eine „gewaltige Kraftanstrengung“ (Spaenle) in Richtung vernünftiger Umverteilung im Staatshaushalt notwendig.

 Josef Johannes Zitzmann Erding

Auch interessant

Kommentare