Arme Kreaturen

Illegale Fallen und Giftköder; Bayern 22. August

So lange Tiere als Sache gelten, ist wohl kaum anzunehmen, dass das Unrechtsbewusstsein oder besonderes Mitgefühl für die armen Kreaturen wächst. Weder bei Fallen noch bei Giftködern. Es handelt sich ja lediglich um Sachbeschädigung. Daran ändert auch ein Gesetz zum Schutz und Abwenden von Schmerzen nichts. Dramatisch finde ich die Einstellung zu Tierversuchen die nur der wissenschaftlichen Befriedigung dienen und unter dem Deckmantel der Notwendigkeit erfolgen. Denn was, bitte schön, ist notwendig daran, Organe oder Körperteile verschiedener Arten zu verpflanzen. Denn wie Corinna Gericke sagte: „Wenn uns Tiere so ähnlich sind, verbieten sich diese Versuche aus ethischen Gründen und sonst machen sie keinen Sinn.“ Auf welchen ethischen Grundlagen handeln also unsere Politiker, wenn sie diese Proteste nicht einmal anhören wollen. Welcher Lobby fühlen sie sich verpflichtet um ihre Wiederwahl zu garantieren? Wie lebt es sich mit gutem Gewissen in dem Bewusstsein so vieler geschundener Lebewesen in den Versuchslabors und bei Massentierhaltungen? Wenn wir nicht alle Kreaturen schätzen und würdigen, müssen wir uns nicht wundern, wenn die Achtung vor den Menschen ebenfalls immer weniger wird. 

Christiane Wittig Karlsfeld

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