Unmenschliche Politik

Flüchtlinge imTeufelskreis gefangen;Bayern 2./3. September

Die rückwirkenden und überzogenen Mietgebühren für Flüchtlinge sind ein weiteres Beispiel für die planlose Flüchtlingspolitik, der Flüchtlinge und Helfer in den vergangenen zwei Jahren ausgesetzt waren: Erst Arbeitserlaubnis, dann -verbot, ein Integrationsgesetz des Bundes, das aber in Bayern gegenteilig ausgelegt und von Landkreis zu Landkreis nach Belieben gehandhabt wird, urplötzliche, unangemessene Mietforderungen, nachdem bereits der Großteil der Flüchtlinge nicht mehr arbeiten darf usw.

Ich persönlich bleibe meiner Tätigkeit als Helfer nur treu, weil ich in meiner Jugend den „Kleinen Prinzen“ verinnerlicht habe: „Ich bin für das verantwortlich, was ich mir einmal vertraut gemacht habe.“ Im Übrigen wird ja mit den Flüchtlingen nicht anders verfahren als mit uns Deutschen: Wer arbeitet, dem wird tief in die Tasche gegriffen durch Steuern, Sozialabgaben, Soli, Rundfunkgebühr, Maut etc. Wer nicht arbeitet (gemeint sind bitte nicht Menschen, die arbeiten wollen, aber aus verschiedenen Gründen keine Arbeit finden), es aber versteht, alle Möglichkeiten an Sozialleistungen auszuschöpfen, hat ebenso viel oder mehr.

Johannes Appelshoffer
Moosinning


Als ich den o.g. Artikel las, fiel mir die Kinnlade herunter. Die Art und Weise, wie man Menschen, die der Not und dem Tod entronnen sind, behandelt, schlägt dem Fass den Boden aus. Wie kann man nur für ein Zimmer ohne eigenes Bad und ohne eigene Küche 300 Euro im Nachhinein verlangen – wohl wissend, dass man diesen Menschen alle Hoffnung auf ein besseres Leben zerstört? Haben die Behörden bzw. unsere Politiker nie darüber nachgedacht, wie Menschen in einer derart verzweifelten Situation reagieren können?

Liebe Redaktion, wenn ihr wieder einmal über die CSU berichtet, dann streicht das C und das S durch, denn diese Partei verhält sich schon seit 2015 weder christlich noch sozial. Viele Menschen, vor allem maßgebende Politiker dieser Partei – Gott sei Dank nicht alle – verhalten sich nur noch wie U = unmenschlich. Wann hört die unmenschliche Gier nach Geld endlich auf? Ich schäme mich für das Verhalten unserer bayerischen, für diesen Vorgang verantwortlichen Politiker.

Ralf Gisbert
Weilheim

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