Unternehmerrisiko

Marcus Mäckler: „Die Biogas-Branche in der Krise“; Bayern 29. Dezember

Ich habe den Artikel über die Biogasbranche sehr, sehr aufmerksam gelesen. Der Biogaspionier Hr. Pellmeyer jammert jetzt auf sehr hohem Niveau! Jeder Unternehmer, auch sogenannte Kleinunternehmer müssen erstmal investieren, bevor sie Gewinne erzielen können. Dieser Biogasunternehmer hatte aber bis jetzt und bis zum Jahr 2020 kein Risiko, abgesehen davon, dass er nicht weiß, ob er einen Motor kaufen soll. Bei jedem Unternehmer besteht das Risiko, dass seine Geschäftsidee bei seinen potentiellen Kunden nicht ankommt. Das nennt man „Unternehmerrisiko“. Bei den Biogasunternehmern ist dieses Risiko ausgeschlossen, denn diese bekamen ja von der Bundesregierung durch das EEG-Gesetz „feste Abnehmerpreise“ – wunderbar! Alles Risiko liegt bei den Steuerzahlern und den Endverbrauchern. Außerdem, so geht aus dem Artikel hervor, bekommt er sein für die Biogasanlage nötiges „Futter“ ja schön zugeliefert. Während andere Biogasbetreiber auf die Monokultur Mais setzten. Das ist doch das Schlimmste für die Landwirtschaft, Monokultur; aber Hauptsache, der Profit stimmt. Was bei diesen Biogasanlagen noch auf uns zukommt, wenn diese abgeschaltet und nicht mehr betrieben werden, wissen wir nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle Anlagen dicht sind. In einem Dorf im Oberland sind schon sehr viele Leute gegen die Bioanlage, die von einem Bauern betrieben wird, denn diese ist nicht dicht. Also bitte, liebe Biogasunternehmer, jetzt nicht auf hohem Niveau jammern, sondern immer schön daran denken, dass Sie bis jetzt die Gewinne schön selber eingesackt haben. Und Vielleicht in Zukunft mit etwas weniger zufrieden sein und auch mal an die Endverbraucher denken, die bis jetzt Ihre Gewinne bezahlt haben.
Doris Klunk
Bad Tölz

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