Naturnahe Waldwirtschaft

Christian Vordemann: Jäger Rechberg muss Abschussplan erfüllen; Bayern 31. März

Als Waldbesitzer mit knapp zwei ha weiß ich um die Problematik der Verlaubholzung aus eigener Erfahrung. Im Hinblick auf den Klimawandel habe ich mich entschlossen, neben anderen, die Douglastanne als Zielbaumart zu fördern. Da jedoch in meinem Wald kein Wildbestand mehr vorkommt, nimmt dort mangels Verbiss diese Verlaubholzung, genau wie von Herrn Rechberg geschildert, untragbar zu. Um meine Douglasien vor dieser Verlaubholzung zu retten, muss ich diese jedes Jahr auf eigene Kosten immer wieder beseitigen. Ein artgerechter Wildbestand nach Abschussplan wäre somit absolut hilfreich. Im Interesse einer nachhaltigen, naturnahen Forstwirtschaft wünsche ich Herrn Rechberg und seinen Mitstreitern vor Gericht weiter viel Erfolg. 

Helmut Schreiber Freising

Mit Verwunderung und Befremden habe ich das Urteil der Richterin Gertraud Beck zur Kenntnis genommen. Es geht hier nicht um den Vorrang von irgendwelchen Hühnern sondern um Gerechtigkeit und den Erhalt einer vom Aussterben bedrohten Art. Wenn Menschen aus vagen Gründen Raufußhühnern ihre Daseinsberechtigung absprechen wollen, dann bedeutet dies einen Gesetzesbruch, denn das Recht auf Anerkennung der Mitgeschöpflichkeit von Tieren ist in der Verfassung verankert (Bayerische Verfassung Art. 141 Abs. (1) Satz 1). Wo bleibt das Prinzip der Gleichbehandlung in unserer demokratischen Grundordnung? Hat das Waldgesetz Vorrang vor allen anderen Gesetzen? Werden die Interessen des AELF über die Interessen des Tierschutzes, des Naturschutzes und der waidgerechten Jagd gestellt? 

Thomas Bär 1. Vorsitzendender Bayerischer Jagdverband-Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen

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