Der Mensch ist das größte Raubtier

Debatte um Wölfe in Bayern; Leserforum 11. Oktober

Diese traurige Debatte zeigt auf, wie weit viele Menschen sich von der Natur entfernt haben in ihrem Denken und Handeln: Tiere folgen ihren jeweils ureigenen Naturgesetzen und sind niemals schuldig oder unschuldig. Die einen ernähren sich von für sie spezifischen, aber nicht tierischen Dingen aus der Natur, die anderen sind Raubtiere – das größte Raubtier aber ist der Mensch, denn nur er tötet mehr Lebewesen, als er für seinen Lebensunterhalt braucht. Und nur in der Natur des Menschen liegt es, in seinem Tun oder Denken schuldig zu sein oder nicht (siehe Erbsünde). Manfred Schelle, wo es weder Wölfe gibt, noch Tiere, die denen zum Opfer fallen können, erdreistet sich, von der Todesstrafe für diese Raubtiere zu schreiben. Die Todesstrafe für die Lämmchen, Schafe, Kälbchen, Rinder, das Federvieh, die täglich millionenfach getötet werden, berührt ihn nicht. Und noch weniger die grausige Qual, die ein Tierchen erleidet, wenn es zu Tode gefetzt wird von einem Raubtier! Ganz zu schweigen von der Todesqual eines menschlichen Opfers eines Wolfsangriffs und von der Qual, die ein Tierbesitzer/Bauer erleidet, der die Reste seiner zerfetzten Tiere vorfindet. Wenn ein Tier durch ein Auto zu Schaden kommt, gibt es die größte Aufregung, es wird unter riesigem Aufwand gerettet, aber für die einfachen (Nutz-)Tiere gibt es von so vielen Menschen, die sich derart für diese Raubtiere in unserem dicht besiedelten Land einsetzen, leider keinerlei Mit-Leiden.

 Andrea v. Beaulieu Marconnay Petershausen

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Todesstoß für unsere Artenvielfalt
Dominik Göttler: Giftige Pestizid-Debatte; Bayern 15. November Nach den Insekten sterben die Vögel; Weltspiegel 20. Oktober
Todesstoß für unsere Artenvielfalt

Kommentare