Wegen Unwetterschäden: S1 weiterhin teilweise gesperrt - SEV eingerichtet

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Gegen Wiederansiedlung

Christian Vordemann: Abschuss schon möglich; Kommentar, Dirk Walter: Wolfschutz soll gelockert werden; Bayern 3./4. Februar

Es ist sehr zu begrüßen, dass das Thema Wolf nun endlich auch in Berlin ernst genommen wird. Der Almwirtschaftliche Verein Oberbayern (AVO) weist seit vielen Jahren auf die Problematik der Wiederansiedlung der Großraubtiere Wolf und Bär hin. Besonders in den weitläufigen Extensivweidegebieten der Alpen ist der Aufbau eines flächendeckenden Herdenschutzes ein nicht erfüllbarer Wunschtraum. Weder eine Vergitterung der Alpen mit zigtausend Kilometern Schutzzäunen noch eine Aufrüstung mit Tausenden von Herdenschutzhunden sind eine realistische Option. Insofern unterstützt der AVO, anders als in dem Artikel vermittelt, die Haltung des bayerischen Landwirtschaftsministeriums. Wo der Aufbau eines funktionierenden Herdenschutzes nicht möglich ist, müssen Weideschutzgebiete eingerichtet werden, in denen die Ansiedlung von Wölfen konsequent verhindert wird. Die Almwirtschaft leistet einen unersetzbaren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt; Artenschutz bezieht sich nicht nur auf populäre Arten wie den Wolf. Bayern sollte aus den schweren Fehlern, die bei der Wiederansiedlung der Wölfe beispielsweise in den französischen Seealpen oder den ostdeutschen Bundesländern gemacht wurden, seine Lehren ziehen. Die SPD scheint mittlerweile unter dem Druck der Ereignisse zu reagieren. Im bayerischen Umweltministerium ist diese Botschaft allerdings bislang leider noch nicht angekommen. 

Georg Mair 1. Vorsitzender des AVO Holzkirchen

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