Krankheit Xenophobie

Josef Ametsbichler, Andreas Beschorner und Marcus Mäckler: Braune Brühe; Bayern 19./20. März

Sehr geehrter Herr Sillner von der Brauerei Röhrl, mit Ihrer „Braunen Brühe“ ist der Faschismus wieder in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wer die Zahl 88 so benutzt wie Ihre Brauerei, der entzündet die Molotowcocktails, die auf die Flüchtlingsheime geworfen werden. Es ist nur Glück, dass bisher keine Menschen gestorben sind. Mitleidlos – auch gegenüber Frauen, Kindern und alten Menschen – das hatten wir schon einmal in diesem Land. Am Ende waren sechs Millionen Juden fabrikmäßig ermordet. Ja, die „Grenzzaun Halbe“ mag sich gut verkaufen. Besonders an den Bodensatz der ewig gestrigen Alt- und Neu-Nazis, den es in diesem Land leider noch immer gibt. Sie sollten Frau von Storch als Werbeträgerin einstellen. Die möchte ja, dass an den Grenzen geschossen wird, auch auf Frauen und Kinder. Es ist die alte deutsche Krankheit, die wieder um sich greift: Xenophobie. Dagegen hilft nur Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe, wie sie eigentlich im christlichen Abendland selbstverständlich sein sollte. Aber ich muss leider feststellen, dass wir uns davon immer mehr verabschieden. Während die deutsche Wirtschaft doppelseitige Anzeigen zur Integration schaltet, verhält sich eine Führungskraft wie Sie gerade gegenteilig. Sie sind offensichtlich als Führungskraft nicht geeignet. Ich hoffe, dass es auch in Niederbayern genug anständige Menschen gibt, die sich von solcher NS-Propaganda sichtbar distanzieren.

Hans Hahn Peiting

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