Schuld am Zugunglück ist die Staatsregierung

Fahrdienstleiter im Plan verrutscht; Bayern 8. Juli

Einige Zeit vor dem Zugunglück fand eine Wartung statt. Nur zwei Tage vor dem Unglück wurden im Fahrdienstleiter-Häuschen Reparaturen durchgeführt, gemäß Auskunft zweier Buben am Tage des Unglückes (In einem Fernsehsender so ausgesagt). Weshalb werden das Wartungsprotokoll und die Reparaturarbeiten unterm Tisch gekehrt? Was ich über diese Sache denke, darf ich hier leider nicht schreiben. 

Alfred Schattmann München

Die Überschrift „Fahrdienstleiter im Plan verrutscht“ geht vollkommen an der eigentlichen Ursache dieses furchtbaren Unglücks vorbei. Natürlich ist es unbestritten, und darüber wurde auch in der Presse sehr ausführlich berichtet, dass der Fahrdienstleiter einen unverzeihlichen Fehler begangen hat. Aber: Die eigentliche Ursache dieses unverzeihlichen Unglücks liegt ganz woanders. Die bayerische Staatsregierung lässt auch diese eingleisige Strecke bewusst verkümmern. Ein zumindest teilweise zweigleisiger Ausbau ist seit vielen Jahren mehr als überfällig. Unsere Vorfahren haben bereits auf großen Teilen dieser Strecke, was zum Beispiel den erforderlichen Bahngrund betrifft, einen zweigleisigen Ausbau vorbereitet. Hinzu kommt, dass bereits seit langem und auch jetzt fast tagtäglich bei den geringsten Unregelmäßigkeiten Zugverspätungen und viele andere Unregelmäßigkeiten bis zu Zugausfällen wegen der Eingleisigkeit dieses Streckenabschnitts auf der Tagesordnung sind. Die Verantwortung für diesen Missstand trägt allein die bayerische Staatsregierung. Diese lässt dafür immer mehr Rennstraßen in diesem Gebiet, zum Beispiel auch südlich von Rosenheim über Kolbermoor nach Bad Aibling und weiter durch das Mangfalltal mit unseren Steuergeldern bauen. 

Helmut Gall München

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