Zweifel an der Angemessenheit der Polizei-Schüsse

„Tödliche Schüsse: Polizisten bleiben straffrei“; Bayern 22. Dezember, „Keine Selbstgefährdung“; Leserbriefe 29. Dezember

 „Die beiden fähigen Beamten, die einen jungen Studenten erschossen haben, werden also wieder auf die Allgemeinheit losgelassen. Dass man bei dieser Tat von Notwehr oder Selbstschutz spricht ist mir schier unbegreiflich, aber sonst müssten die Beamten ja bis zum Ende der Ermittlungen in U-Haft sitzen. Mehrere Schüsse von hinten auf das Opfer und zehn Beamte von denen kein einziger verletzt wurde. Die Beamten haben Glück dass ihr ,Arbeitsplatz‘ in Deutschland liegt, in anderen Ländern haben solche Taten schon zu landesweiten Ausschreitungen geführt, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Der Bundespräsident erklärte in seiner aktuellen Weihnachtsansprache, dass dieses Jahr Dinge passiert sind, die an der ,Grenze des Begreifbaren liegen‘. Für mich gehört auch diese Tat dazu. Der Familie Eisenberg wünsche ich die Kraft weiterzukämpfen um vielleicht einen anderen Staatsanwalt mit ,Courage‘ zu finden, wie sie ja auch immer vom Bürger gefordert wird.“

 Herbert Holzapfel Hausham


„Sehr geehrter Herr Dr. Schmidt, schön für Sie, dass Sie sich als Arzt in der Materie auskennen. Ich verstehe, dass Sie einen Quasi-Kollegen in Schutz nehmen, aber auch als Laie, also Nicht-Promovierter, bin ich durchaus fähig anzuzweifeln, ob es gerechtfertigt ist, einen Messer-angreifer mit 16 Schüssen niederzumetzeln und zu töten. Gezielt schießen sollte man als Polizist beherrschen, sonst hat man den falschen Beruf. Ihr Argument, der Aggressor hätte es ja sein lassen können, sozusagen ,selbst schuld‘, ist zynisch. Sagen Sie zu Ihren Patienten: Wenn Sie gesünder gelebt hätten, wären Sie jetzt nicht krank, Pech gehabt? Ich wünsche Ihnen ein gesundes, neues Jahr.“

 Tobias Lelle Unterschleißheim

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