Nicht die beste Musik

Ein Leser moniert, Bayern 1 spielt ausschließlich englischsprachige Weihnachtslieder. Im Internet gibt es eine Vielzahl von Radiosendern die überwiegend oder nur deutschsprachige Weihnachtslieder senden.

Dies wären zum Beispiel Radio Heimatmelodie, Radio Schwany oder Volksmusikradio.laut/fm. Mit einem Internetradio, funktioniert ohne Computer, hat man auf diese und noch viel mehr Sender mit deutschsprachiger Musik Zugriff. Einzige Voraussetzung ist ein Pauschaltarif (Flat) für das Internet, dann braucht man auch auf die Kosten nicht zu achten. Bei der Tonqualität und auch beim Preis ist zwischen dem, im Bericht genannten, DAB + Radio und einem Internetradio kein Unterschied. Wobei ich beim Internetradio weltweiten Zugriff auf Sender habe.

Karl Taschner Wolfersdorf

Wofür steht das b in br? Wie gut, dass es Radio Salzburg gibt: Kabel 88,2, Äther 94,8. Merry Xmas, baeh r!

Franz Mayer Freising



Die Macher von Bayern 1 haben ein Problem. Sie sind anmaßend und ignorant. Ständig wird behauptet, dass sie die beste Musik für Bayern spielen. Dabei hat B1 nur knapp über 20 % der Radiohörer in Bayern, das heißt, etwa 80 % hören eben nicht B1 . Ständig zu behaupten „die beste Musik für Bayern“ ist doch reiner Wortmüll. Hinzu kommt die zweite sinnlose Behauptung „mein Bayern eins“. Der BR ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts und gehört nicht dem Sprecher oder Sprecherin. Das kann noch so oft wiederholt werden, dadurch wird es nicht richtig. Auch Wortmüll. Mein Vorschlag für den B1: die beste Musik für unsere Bayern-Eins-Hörer. Dann sprechen sie 100 % ihrer Hörer an und erreichen genau die Hörer, die gerne 8 mal in der Stunde hören wollen „ mein Bayern Eins“. Das Programm mit geschätzten 90 % englischsprachiger Musik, gekennzeichnet durch permanente Wiederholungen der gespielten Stücke, kann ich beim besten Willen nicht als beste Musik für Bayern erkennen.

Ulrich Muzyk Zolling

So so, da hat also der Herr Hörfunkdirektor Martin Wagner nach genauer Analyse der Hörerwünsche festgestellt, dass deutschsprachige Titel nicht mehr so gefragt sind. Da stellt sich irgendwie die Frage, welchen Kreis für seine Analyse er denn da ausgewählt hat – soweit das Auge in meinem Umfeld reicht wird allgemein das Musikangebot bedauert und kritisiert, das von Bayern 1 gesendet wird. Wenn nicht die Wortbeiträge so gut wären, stände dieser Sender nicht mehr auf meiner Radioliste – meist weiche ich ohnehin auf Radio Salzburg aus, dort weiß man noch, was eine angenehme Musikmischung ist, ohne durch das selbst ohne Not angezogene Korsett des BR 1 (siebziger und achtziger Jahre) eingeschränkt zu sein. Abgesehen davon soll es auch in jenem Zeitraum deutsche Lieder gegeben haben! Es gab einen Zeitraum, da hat man Bayern1 nicht zuletzt wegen seiner ausgewogenen Musik eingeschaltet, dann kam vor etlichen Jahren ein Umbruch mit Vergraulen der Stammhörer und man hat diesen Sender wegen seiner Musik ausgeschaltet und nunmehr ist das Musikangebot bestenfalls so lala. Dass das ständige Bemühen des BR1, ein Pop-Sender zu werden, nicht nur ärgerlich für eine große schweigende Mehrheit vergrätzter Hörer ist sondern auch noch darin gipfelt, die durch amerikanische Weihnachtsliedüberfrachtung und Eliminierung deutscher Weihnachtslieder Genervten auf einen Digitalsender zu verweisen ist unsozial (haben denn alle älteren Leute genug Geld und Kenntnisse, sich derartige Geräte anzuschaffen). Warum verbannt man denn nicht das großartige Popangebot des BR1 in den Digitalsender und bringt für den Durchschnittshörer auf analogem Sender das, was er immer gern hörte – angenehme Musik?

Stephan Carstens München

Da spricht mir aber – und bestimmt vielen anderen Hörern auch – Herr Wilfried Bowe aus der Seele. Das Musikprogramm von „Bayern 1“ ist wie von einem schlechten Koch, der für alle Speisen dieselbe Sauce hernimmt. Man hört keine spanischen, keine italienischen und ganz zu schweigen, keine deutschen Lieder mehr, nur noch englische. Das wird doch auf die Dauer langweilig, meine Damen und Herren Programmmacher-innen. Aber was regt es mich auf, zuhause höre ich aus diesem Grund kaum Radio und im Auto habe ich meine CDs. Da kann ich dann bayrische Musik, Operetten und Oldies der 70er und 80er Jahre hören, aber in Englisch und Deutsch. Und ein eigenes Gerät kaufen, damit ich in Deutschland deutsche Musik hören kann, das führt dann doch zu weit. Erich Seyfried Neufahrn Dieser Kritik an B1 kann man nur zustimmen. Ich möchte sie sogar aufs ganze Jahr ausdehnen. Früher war B1 mein Programm aber heute wähnt man sich in Iowa oder Ohio, wenn man dieses Programm wählt. Schließlich sind wir in Bayern. Wer angloamerikanische Beiträge wünscht, sollte entsprechende Sender aufsuchen. Die Verantwortlichen auf B1 sind sich selbst nicht sicher, sonst käme nicht extra der Hinweis: Die beste Musik für Bayern.

Herbert Wich Moosach

Schon vor etlichen Jahren habe ich mich beim Bayerischen Rundfunk beschwert, dass fast nur noch Lieder und Musikstücke in fremder Sprache, besonders Englisch und Amerikanisch, im Rundfunk gebracht werden. Dies betrifft sowohl Bayern1 und 2 als auch andere Sender. Als Antwort bekam ich lediglich den Hinweis, die Hörer verlangen diese Musik, man bringe aber ab und zu auch deutsche Musik. Außerdem wird in Bayern 4 Klassik gespielt. Man hat mich wohl nicht verstanden oder wollte mich nicht verstehen, denn Klassik ist nicht Unterhaltungsmusik! Ich habe daraufhin den Rundfunkempfang weitgehend abgestellt, denn ich kann das „Gedudel“, den „Rock“, das Gequietsche“ und „Gequake“ nicht mehr ertragen. Es ist schon eine Zumutung, wie in Ihrem Artikel vom Hörfunkdirektor gesagt, auf Rundfunkkanäle zu verweisen, die von älteren Menschen mangels neuer Geräte nicht empfangen werden können. Es ist sehr, sehr traurig, dass Deutschland immer mehr anglisiert und damit unsere Heimat verfremdet wird! Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich bin nicht fremdenfeindlich. Durch jahrelangen Kontakt als 85jähriger zu Ausländern in meiner Familie und zu Fremden in Deutschland sowie Unterrichtung von diesen in der deutschen Sprache habe ich großen Respekt und Freude am Umgang und im Zusammenleben. Hoffentlich reagieren weitere Leser und können damit etwas bewegen. Ich habe resigniert.

Karlheinz Hesse Emmering

Auf Seite 5 der aktuellen Informationen auf der Internetseite des Bayerischen Trachtenverbandes berichtet der Autor Hans Menzinger vom traditionellen Dialoggespräch bayerischer Brauchtums-Verbände mit Vertretern des Bayerischen Rundfunks, unter anderem auch mit Intendant Ulrich Wilhelm, welcher Einblicke in die aktuellen Entwicklungen und Planungen des BR gab. Dabei teilte er den Teilnehmern mit, dass das Programm auf B1 verjüngt werden soll und warf dabei die Frage auf, ob dann die derzeitige Volksmusiksendung von 19 bis 20 Uhr auf B1 noch das richtige Umfeld haben wird. Auf deutsch gesagt, die letzte Sendung im Abendprogramm mit traditioneller bairischer Volksmusik wird im Frühjahr abgesetzt, obwohl man uns bei der Vorstellung des neuen Digitalsenders „BR Heimat“ am 27. November 2014 noch hochheilig versprochen hatte, die Volksmusiksendungen im UKW-Bereich zu erhalten. Was ist mit den Millionen Stammhörern des BR 1, die ihm seit Generationen gerade wegen der Volksmusik die Treue hielten, müssen diese Ureinwohner alle ins digitale Reservat? Die Gebühren dieser Klientel hat man ja schon in der Tasche, und wenn sie etwas Bayerisches hören wollen, sollen sie sich doch gefälligst ein Digitalradio kaufen. Warum hört man eine so wohlklingende Stimme eines Andreas Estner nicht mehr im B1, geschweige bei den Nachrichten. Ist sein bairisch angehauchtes Hochdeutsch den Programmmachern etwa zu wenig „norddeutsch“? Sehr verwundert hat mich auch das Verhalten der anwesenden Vertreter der Verbände ( Bayernbund, Landesverein für Heimatpflege, die Vereinigten Trachtenverbände und Förderverein Bairische Sprache und Dialekte e.V.), welche sich diesbezüglich jeglicher Kritik enthielten. Ich wünsche dem interessierten Leser dieser Zeilen noch einen angenehmen „Heilichabend“ mit dem Sender des Rundfunks in Bayern. Fragen zu Programmänderungen bitte direkt an den Intendanten des BR richten.

Roman Messerer 1. Vorsitzender des Bairisch-Alpenländischen Volksmusikvereins, Baiern

Es ist nicht die überbordende englischsprachige Vokalmusik des Bayerischen Rundfunks, die viele Hörer nervt, sondern die Arroganz der Verantwortlichen, die einem Großteil der Bevölkerung diese Musik aufnötigen und dafür noch Zwangsgebühren erheben. Die Erklärung, man könne auf Bayern plus oder Bayern Heimat ja die gewünschte deutsche Musik hören, ist schlicht und einfach eine Frechheit, da diese Sender nur mit speziellen Geräten empfangen werden können und gerade ältere Menschen sich hier nicht so gut auskennen wie die jüngere Generation. Warum kann nicht einer der fünf bayerischen UKW-Sender ein Programm speziell für ältere Menschen bringen, die eben gerne Volksmusik oder alte (auch englische) Schlager lieben? Wie schön war das Programm des Bayerischen Rundfunks in den 60er Jahren! Und warum immer nur gesungene Stücke, es gibt doch auch wunderschöne Instrumentalmusik! Alle Sender (auch die Privaten) sind auf englische Songs getrimmt, und wenn man eine längere Autofahrt mit Musik verbringen will, bleibt oft nur der Griff zur CD, wie mir viele Bekannte versichern. Es wäre auch mal interessant zu erfahren, wie die altersmäßige Aufteilung der Zwangsabgabe für Rundfunk und Fernsehen ist. Viele junge Leute leben noch daheim und lassen die Rundfunkgebühr entsprechend von ihren Eltern bezahlen. Musik wird aber für die Jungen gemacht. Und das permanente Eigenlob der Sender ist eine Zumutung.

Otto Kellermann Moosinning

Mit Verwunderung hab ich diesen Bericht im Merkur gelesen. Und dann auch gleich noch halbseitig! Scheinbar fällt es doch einigen vielen Menschen auf das auf BR deutsche Musik zur Fremdsprache gehört. BR steht für englisches Gedudel rund um die Uhr. Fehlt nur noch, das der Moderator seine Durchsagen im Verkehrsfunk und allgemein auch noch in englisch ausführt. In meinen Augen wird hier ein ganzer Zuhörerkreis vom BR verblödet. Die ältere Generation ist hier angesprochen, die hier mit englischen Titeln überflutet wird und musikalisch in eine Musikrichtung gezwungen wird. Leider haben die Radiohörer vom BR keine Möglichkeit, darüber zu entscheiden, wohin ihre Radiogebühren zweckgebunden hinfließen. Wäre dies der Fall, würde auch wieder deutschsprachige Musik im Radio zu hören sein. Leider kann man in München auf UKW kein Ö3 oder SWF 4 empfangen oder einen anderen deutschsprachigen Musiksender. Ich hab´s versucht ohne Erfolg. Beide bieten ein klasse Radio- und Musikprogramm in deutscher Sprache (in Deutschland). Aber, liebe Leser, wir sind ja in Bayern!. Hier spricht man eher mehr englisch wegen der internationalen politischen Ausrichtung... hi! Zum Ende auch was versöhnliches für BR 3. Hörer, ab 00:10 h gibt es auch auf BR 3 nach den Nachrichten und Verkehrsdurchsagen zwei deutsch-sprachige Titel hintereinander. Aber vielleicht schafft es der BR, auch diese in englisch auszustrahlen (Bayern- und Deutschlandhymne). Aber dann übernimmt der Saarländische Rundfunk das Nachtprogramm der ARD. und da gibt´s dann bei einem gescheiten Moderator auch jede Menge deutschsprachiger Musik für deutsche Radiozuhörer in Deutschland und damit auch für die deutschsprachige ältere Generation in Bayern. Man beachte: andere Bundesländer, andere Radiositten! Ich kann nur jedem Zuhörer für deutschsprachige Musik in Bayern empfehlen, dem BR ein Protest in schriftlicher Form anzuzeigen. Vielleicht ändert sich dann was auf den 3 Kanälen von BR 1, 2 oder 3? Ich frage sie als Leser, in welchem Lande außer hier bei uns ist man so verblödet auf UKW nur ausländische Musik zu spielen und die Muttersprache in der Musik von Radio zu verbannen? Als Radiogebührenzahler muss man nicht alles tolerieren, was man so zu hören bekommt.

Peter Schlink München

Rudolf Ogiermann: „,Last Christmas‘ statt ,Stille Nacht‘“; Medien 19./20. Dezember 

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