Der BR ist beratungsresistent

„Nicht die beste Musik“; Leserbriefe 21. Dezember, Rudolf Ogiermann: „,Last Christmas‘ statt ,Stille Nacht‘“; Medien 19./20. Dezember

Ihr Artikel und die Meinung des 71-jährigen Wilfried Bowe aus Polling entspricht der Tatsache. Von einem Bayerischen Rundfunk (Bayern 1 + 3) kann man doch nicht mehr Sprechen! Vielmehr fühle ich mich als gebürtiger 76 Jahre alter Münchner, als ob ich immer noch in einer amerikanischen Besatzungszone wäre. Es gibt doch wirklich viele, schöne deutsche Weihnachtlieder. Oder geht unsere abendländische Kultur schön langsam kaputt. Dann sind meines Erachten auch die Hörfunkdirektoren mit schuld. Die Ausnahme wäre - wie Sie schreiben - die Digitalkanäle Bayern plus und BR Heimat. Hierzu braucht man jedoch spezielle Geräte. Dieses ist in meinen Augen eine Diskriminierung der älteren Generation. Diese sollten neue Geräte kaufen und sich mit neuer Technik auseinandersetzen! Es gäbe noch eine andere Möglichkeit. Die Kanäle über den Computer zu hören, wenn sie jedoch in einem anderen Zimmer sind brauchen sie einen Lautsprecher der die Sendung mittels Bluetooth überträgt. Soll dieses dann altersgerecht sein? Nein dies ist in meinen Augen eine Unverschämtheit.

Günter Schmidt München

Bayern 1 hat sich wirklich sehr zum Nachteil verändert. Ich bin nicht an ein analoges Gerät gebunden und sehr offen allem neuen gegenüber. Jedoch die Programmgestaltung und die Moderationen von BR1 sind nicht mehr anzuhören. Verschiedene Moderatoren äußern sich äußerst unqualifiziert nur um sich zu profilieren. Die guten Moderatoren sind bereits alle abgewandert. Betonen möchte ich noch, dass ich ein digitales Radio und Internet besitze und gerne BR 1 weiter gehört hätte.

Elfi Felber München

Man kann Herrn Bowe nur voll zustimmen! Der Bayerische Rundfunk ist was die Musik angeht ein amerikanischer Sender. Egal welcher Sender man auf UKW wählt (wer hat schon digitale?) und Musik erklingt: Es sind amerikanische Songs, auf deutsch Schlager. Dies ist schon Jahre so und wird eher immer schlimmer. Es ist tatsächlich diese Ausschließlichkeit! Wenn man schon hört „die schönsten Lieder für Bayern“ und dann kommen nur englischsprachige Schlager, dann gibt es nur eines: Abschalten. Dem Argument des Hörfunkdirektors von Weiterentwicklung kann man nicht folgen. Ist das eine Entwicklung bei der die deutsche Sprache abgeschafft wird? Leider wurden in den letzten Jahrzehnten die nachfolgenden Generationen mit solchen Rundfunksendungen umgepolt, weg von der deutschen Sprache. Wer fördert das? Wer will das? Ein weiteres Beispiel der umgepolten Macher im Fernsehen: Wird in Filmen, die in Deutschland gedreht wurden und deutsche Geschichten zeigen Hintergrundmusik mit Sprache eingespielt, so sind dies mit 100 % Sicherheit wieder englische Songs. Was denken nur diese Leute, die so etwas machen? Sind die selber schon umgepolt? Mit solchen Einzelmaßnahmen wird Deutschland tatsächlich abgeschafft.

Gerhard Keßler Feldafing

Herrn Wilfried Bowe kann man zu seinem Leserbrief „Mehr deutsche Musik“ nur Recht geben. Und er vertritt nun wirklich keine Einzelmeinung. Aber es wird nichts nützen, denn der BR ist beratungsresistent. Nicht nur dass sie behaupten die „beste Musik für Bayern“ zu spielen, sie behaupten auch, noch mehr Hits aus den 70ern und 80ern zu ringen. Die sollten sich mal die Hitparaden dieser Jahre anhören, da wurde ganz was anderes gespielt. Und wenn sich wirklich mal ein deutschsprachiger Schlager bei Bayern 1 verirrt, dann sind es österreichische Interpreten wie Cornelius und Fendrich. Man fragt sich, was haben die eigentlich gegen deutsche Schlagersänger. Bei Bayern 2 behaupten sie in der sehr interessanten Morgensendung „Radiowelt“, diese Sendung sei ein „Frühstück für den Kopf“. Dabei spielen sie eine Musik, von der man Kopfschmerzen bekommt. Aber da kann man schreiben was man will, die machen einfach so weiter und kassieren Rundfunkgebühren, das ärgert mich dann am meisten.

Sebastian Gruber Zorneding

Eine schöne Vorweihnachtsstimmung will nicht so recht aufkommen. Kein Schnee und im Radio, vorwiegend Br1, englisches Gedudel für Rockröhren, noch dazu am Arbeitsplatz (wie bitte?) Den Programmgestaltern des BR scheint es an Sensitivität und Empathie für andere zu fehlen sonst würden sie nicht den ganzen Tag englische Konserven ablaufen lassen. Es gibt doch ein so schönes deutsches Liedergut, auch englische Klassiker sind in Ordnung, sowie alpenländische heimelige Musik, die vorweihnachtliche Stimmung erzeugen kann. Die Rock-Fans sollten auf die digitalen Sender verlegt werden. Wofür loben sich die Herren vom BR eigentlich so überschwänglich? Schade, dass dieser Sender mit seiner guten aktuellen Berichterstattung seine Schwachpunkte nicht sieht. Wer nach allen Seiten offen sein will ist nicht dicht.

Carla Lorenz München

Da muss ich Herrn Stephan Carsten und den anderen Leserbriefschreibern voll zustimmen ,das man B1 einfach nicht mehr hören kann mit dieser Dudelei und Rockgeschrei was man nicht als Musik bezeichnen kann. Ich höre seit langem nur noch Bayern 4 Klassik, die auch nicht mehr das ist was es einmal war.

Franziska Baumgärtel Tutzing

Ich kann Herrn Bowe in seiner Meinung nur zustimmen und wer die bisherigen Leserbriefe liest, haben ihm alle zugestimmt und das Programm von Bayern 1 weitgehend abgelehnt. Als langjähriger „Zwangshörer“ von Bayern 1 (Radio Arabella sendet zwar auch den selben Käse, hat allerdings mit den Radarwarnungen eine sehr positive Seite für die Autofahrer) ist auch meine Leidensfähigkeit begrenzt. Die anderen Programme des Bayerischen Rundfunks kann man schlecht als „Hintergrundgedudle“ laufen lassen, und so ärgere ich mich täglich über die fast ausschließlich, meist ziemlich unbekannten amerikanischen Schlager, nur unterbrochen vom unsäglichen Gelabere der Moderatoren, die nur sich und ihren Sender loben, als gäbe es sonst nichts Besseres mehr auf der Welt als Bayern 1. Besonders ärgerlich ist derzeit das unentwegte Gedudle der amerikanischen „Chistmas-Hits“, so als ob es keinerlei deutsche vorweihnachtlichen Lieder gäbe, genauso wie es wohl auch keinerlei brauchbaren Schlager seit dem Kriege in deutscher Sprache gibt, meinen zumindest die Moderatoren, die wohl meist in den 70er Jahren geboren wurden und damit diese Schlager auch nicht kennen, obwohl sie alle im Archiv des BR zu finden sind. Somit gehört Bayern 1, nach den Leserstimmen zu urteilen, wohl eher mit zu den unbeliebtesten Sendern in Bayern und die Masse der Leute nimmt es halt so hin, da sie leider kaum brauchbare Alternativen im allgemeinen Radioprogramm finden. Zum Schluss noch eine Frage: An was erkennt man bei Bayern 1, dass es bald wieder Weihnachten wird? Antwort: „Wenn die Merry Christmas mit dem Felice Navidad auf Rudolph dem Red Nose Reindeer mit den Jingle Bells in das Christmas Wonderland reitet und dabei singt: travelling home for Christmas to try, to try an American Pie“. Fröhliche Weihnachten und nothing for ungood.

Alexander Neuser Aßling

Erwartungsgemäß lässt sich’s über das Radioprogramm vortrefflich streiten. Es ist halt auch nicht ganz leicht, jedermanns Geschmack zu treffen. Der BR bemüht sich mit neuen Konzepten, den Radiomachern gelingt es allerdings nicht, die einzelnen Programme so zu schärfen, dass jeder eine passende Schublade findet. Bayern 3 hat mich als Mit-50er jahrelang begleitet. Leider wird der Sender mittlerweile massiv von den neuen deutschen Songs überflutet. Jeder, der 3 Riffs auf der Gitarre greifen und dümmliche Texte in eine einfache Melodie gießen kann, ist heute Songwriter, verkauft Millionen Platten und nervt über die Radiosender nichtsahnende Hörer mit seiner Musik. Derlei Singsang findet dann bedauerlicherweise auch eine Plattform in B3. Da ich mir ja denken kann, dass die verschiedenen Sendeplätze für bestimmte Hörergruppen gemacht werden, wurde mir schlagartig bewusst, dass ich wahrscheinlich jetzt zu alt bin für B3. Zu Bayern 1 gewechselt, stelle ich überrascht fest, dass die Titelauswahl für Menschen, die mit Deep Purple, Led Zeppelin und anderen Rockgiganten groß geworden sind ganz hervorragend und ausgewogen ist. Nur leider trifft einen mitunter der Schlag, wenn urplötzlich Schlager oder volkstümliche Musik à là Musikantenstadel gespielt werden. Auch sonntags führt das Angebotene zum unweigerlichen und sofortigen Abschalten. Habe ich nun keine Heimat mehr beim Bayerischen Rundfunk? Daher meine Aufruf an den BR: Schärft die Programme und schneidet diese besser auf die Hörergruppen zu. Junge Menschen Bayern3, Mittelalter Bayern1 und die älteren Bayern4. Es könnte so einfach sein!

Hans-J. Schwarz Fischen/Ammersee

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