Übertriebene Anteilnahme

Drei Tage zwischen Horror und Hoffnung; Medien 7. März

Hat Gladbeck nie ein Ende? Vor 30 Jahren fand unter übertriebener Anteilnahme der Medien das Geiseldrama und die Tragödie Gladbeck statt, die jetzt verfilmt wurde. Als wenn der Zuschauer nicht genug bekommen könnte, schlachten die Medien, jetzt das öffentlich- rechtliche Fernsehen, das ganze Geschehen erneut aus. Leider haben die Verantwortlichen aus den Fehlern von damals nichts dazu gelernt. Es ist nach wie vor respektlos und grenzt an Sensationslust (man denke hier auch an die neue Rechtsprechung, was Gaffer betrifft) gegenüber den Hinterbliebenen der Opfer die Tat erneut medial aufzurollen. Ich kann nur wünschen, dass die Einschaltquoten niedrig bleiben und somit ein Zeichen dagegen gesetzt wird. Lassen wir die Toten in Frieden ruhen und deren Angehörigen in Würde leben. Wie tief muss das deutsche Fernsehen noch sinken? 

Dr. Christoph Möhrle München

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